Butler, der Golfplatz, die Drohne zum 80.
Warum die Anschläge auf Trump scheitern müssen
Wenn Sie diesen Text gelesen haben, kennen Sie die ganze Kette — nicht eine einzelne Schlagzeile, sondern die vollständige Liste der Anschläge, Kopfgelder und Drohbilder gegen Donald Trump seit 2017. Und Sie können selbst beurteilen, ob die offizielle Erklärung „lauter Einzeltäter, kein Zusammenhang” wirklich trägt — oder ob die schiere Zahl eine andere Frage aufwirft.
Vor wenigen Tagen, am 14. Juni 2026, hätte es beinahe wieder Tote gegeben — vielleicht sehr viele.
Der Drohnen-Plan zum 80. Geburtstag
An diesem Abend stieg auf dem Südrasen des Weißen Hauses ein Kampfsport-Abend: „UFC Freedom 250”, eine Mixed-Martial-Arts-Veranstaltung, die zugleich Trumps 80. Geburtstag und den Auftakt zum 250. Jahrestag der USA feiern sollte.
Das FBI erfuhr vier Tage vorher von einem Plan, diesen Abend in ein Blutbad zu verwandeln. Laut den Gerichtsakten wollte eine Gruppe:
mit kleinen Drohnen voller Sprengstoff Gebäude in der Umgebung treffen, um eine Massen-Evakuierung auszulösen
dann mit Scharfschützen auf „hochwertige Ziele” in der fliehenden Menge feuern
als mögliche Ziele genannt: Trump, Vizepräsident JD Vance, der israelische Ministerpräsident Netanjahu und Elon Musk
Fünf Männer wurden angeklagt — aus Ohio, Missouri, Nebraska und Kalifornien. Aufgeflogen ist die Sache nicht durch einen Geheimdienst-Erfolg, sondern durch einen glücklichen Hinweis: Die Mutter eines der Beschuldigten machte sich Sorgen um ihren Sohn und meldete sich. Gefunden hatten sich die Männer über eine TikTok-Gruppe namens „Vanguard of the Old” und planten dann auf dem verschlüsselten Messenger Signal weiter [Quellen: NBC News, CBS News, Times of Israel].
Der Fall ist real und gut belegt — nichts Erfundenes.
Das war kein Einzelfall
Die Zahl ist außergewöhnlich. Mindestens neun dokumentierte Anschläge auf Trump und ernste Komplotte in knapp zwei Jahren — dazu offen ausgelobte Kopfgelder und Mordaufrufe. Und wenn ein Mann so oft ins Visier gerät wie kaum ein Präsident vor ihm, dann ist die Frage erlaubt — wem nützt sein Tod?
Ich werde die Ebenen sauber trennen. Erst das Aktenkundige: Schüsse, Festnahmen, Urteile. Dann die offen ausgesprochenen Kopfgelder. Dann die enthemmte Bildsprache. Und ganz zuletzt eine Ebene, die unbestätigt bleibt — die ich der Vollständigkeit halber dennoch nicht verschweige.
Die Kette — was wirklich passiert ist
Butler, 13. Juli 2024
Bei einer Wahlkampfkundgebung in Pennsylvania kletterte Thomas Crooks auf ein nur 130m entferntes Dach und feuerte acht Schüsse aus einem AR-15-Gewehr (einem halbautomatischen Sturmgewehr-Modell). Eine Kugel traf Trumps rechtes Ohr — wenige Zentimeter entschieden über Leben und Tod.
Ein Zuschauer starb: Corey Comperatore, ein Feuerwehrmann, der sich über seine Familie warf, um sie zu schützen. Zwei weitere wurden schwer verletzt. Crooks wurde von einem Scharfschützen des Secret Service erschossen.
Das Verstörende kam danach. In seinem Auto und seiner Wohnung fand man Material zum Bombenbau, an seinem Körper einen Fernzünder. Am selben Tag, an dem er sich für die Kundgebung anmeldete, hatte er im Internet gesucht: „Wie weit war Oswald von Kennedy entfernt”. Und trotz monatelanger Ermittlungen erklärten die Behörden am Ende: Das Motiv bleibt unbekannt [Quellen: Wikipedia — Attentat in Pennsylvania, FBI-Mitteilung].
Ein 20-Jähriger schießt auf einen Präsidenten, hat Bombenmaterial und einen Zünder dabei — und nach Monaten heißt es: kein Motiv erkennbar. Diesen Satz sollte man sich merken.
Die Lücke, die keine hätte sein dürfen
Und dann die Frage, die sich aufdrängt: Wie konnte ein 20-Jähriger überhaupt ein so nahes, ideales Dach finden — und dort ungestört zum Schuss kommen?
Die AGR-Halle lag nur rund 130 Meter von der Bühne entfernt, mit freier Sichtlinie auf Trump — praktisch der einzige erhöhte Punkt, von dem aus ein Schütze treffen konnte. Und das war kein Geheimnis: Die Sichtlinien-Gefahr war im Voraus bekannt; die Verantwortlichen stuften sie selbst als „akzeptabel” ein.
Das Dach blieb trotzdem unbewacht. Die örtliche Polizei, die es sichern wollte, hatte vor der Kundgebung nie mit dem Secret Service gesprochen. Ein Streifenpolizist hatte ausdrücklich zusätzliche Leute für das AGR-Gelände angefordert — die ablehnende Antwort lautete „Wir kümmern uns darum”. Es geschah nicht [Quelle: NBC News].
Es kam dicker. Trumps Schutztrupp hatte über das Wahljahr hinweg wiederholt mehr Personal verlangt; der Secret Service ließ mindestens zehn Anträge auf zusätzliche Mittel — darunter Gegen-Drohnen-Technik und zusätzliche Scharfschützen — unerfüllt [Quelle: CBS News]. Die Behörde unterstand damals dem Heimatschutzministerium der Regierung Biden.
Und die Folgen? Es gab welche — aber die Ermittler selbst nannten sie zu schwach. Die Direktorin des Secret Service, Kimberly Cheatle, trat binnen zwei Wochen zurück, sechs Mitarbeiter wurden für 10 bis 42 Tage unbezahlt suspendiert. Doch ein Senatsbericht von 2025 hält fest: Nicht ein Einziger wurde entlassen, die Strafen seien „viel zu schwach” für das Ausmaß des Versagens — und Cheatle habe vor dem Kongress „falsch” ausgesagt, es sei kein Schutz-Antrag abgelehnt worden [Quelle: NBC News].
Ob das nur katastrophales Versagen war oder mehr — ein bewusstes Wegschauen —, ist offiziell nicht geklärt. Aber eine bekannte, als „akzeptabel” abgehakte Todeslücke, ein nie kontaktiertes Polizeikommando und ein Dutzend abgelehnter Schutz-Anträge und eine Lüge vor dem Kongress: Das ist eine Kette, bei der jedes einzelne Glied das Unglück hätte verhindern können — und keines hielt.
West Palm Beach, 15. September 2024
Zwei Monate später, auf Trumps Golfplatz in Florida. Während Trump das Loch spielte, sichtete ein Secret-Service-Agent das Gelände voraus — und entdeckte im Gebüsch, rund 370 Meter entfernt, einen Gewehrlauf. Der Agent feuerte, der Mann ließ die Waffe fallen und floh im Auto.
Es war Ryan Routh. In einer zuvor verfassten Notiz hatte er von einem „Attentatsversuch” geschrieben und 150 000 Dollar geboten für „jeden, der den Job zu Ende bringt”. Er wurde im September 2025 verurteilt und im Februar 2026 zu lebenslanger Haft plus 84 Monaten verurteilt [Quellen: Wikipedia — Attentat in Florida, US-Justizministerium].
Die Spur in den Iran
Zwei weitere Komplotte führen nicht zu Einzelgängern, sondern zu einem Staatsapparat. Hier benennt die US-Justiz selbst den Auftraggeber — die iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Es sind genau jene Revolutionsgarden, die ich in früheren Beiträgen als selbst vom Tiefen Staat geführt beschrieben habe — dieselbe Kraft, die den US-Iran-Deal seit Jahren immer wieder zu torpedieren versucht:
Asif Merchant, ein Pakistaner mit Iran-Verbindung, wurde im Juli 2024 festgenommen, weil er Leute für einen Auftragsmord an Trump anwerben wollte. Im März 2026 wurde er in New York verurteilt.
Im November 2024 flog ein weiterer Auftragsmord-Plan auf, den Ermittler als Rache für die Tötung des iranischen Generals Soleimani einordneten. Zwei Beteiligte wurden Anfang 2026 verurteilt, ein dritter ist flüchtig.
Auf den ersten Blick scheint das ein bloß ausländischer Auftraggeber zu sein — Kritiker werden sagen: „Seht, nicht alles ist Tiefer Staat.” Doch die IRGC handeln nicht im luftleeren Raum. Wer meinen früheren Beiträgen gefolgt ist, weiß: Es ist dieselbe Hand, die den Iran-Deal sabotiert, die auch die Mordpläne schmiedet. Die Spur in den Iran führt nicht weg vom Muster — sie ist eine weitere Verästelung desselben.
Die Kopfgelder — offen ausgesprochen
Und es blieb nicht bei verdeckten Plänen. Seit der Tötung Soleimanis im Januar 2020 wurde mehrfach ganz offen ein Preis auf Trumps Kopf gesetzt. Wichtig ist, genau hinzusehen, wer da jeweils spricht — nicht „der Iran” als Land, sondern einzelne Akteure des Regimes und seines Umfelds:
Bei Soleimanis Trauerzug rief ein Redner zu einem Kopfgeld von 80 Millionen Dollar auf — „ein Dollar für jeden Iraner”. Vom Regime nicht offiziell beschlossen, eher symbolisch [Quelle: Newsweek].
Ein iranischer Abgeordneter aus Soleimanis Heimatprovinz setzte 3 Millionen Dollar in bar aus [Quelle: Newsweek].
Eine Kampagne namens „Blood Covenant” (Bluteid) sammelte 2025 nach eigenen Angaben über 40 Millionen Dollar als Belohnung für ein Attentat — gestützt auf religiöse Rechtsgutachten (Fatwas) iranischer Groß-Geistlicher [Quelle: Fox News].
Ein staatlich eingesetzter Geistlicher in der Provinz West-Aserbaidschan lobte umgerechnet rund 1,1 Millionen Dollar aus [Quelle: Jerusalem Post].
Im Mai 2026 brachte das iranische Parlament einen Gesetzentwurf auf den Weg, der die Regierung verpflichten soll, 50 Millionen Euro an jeden zu zahlen, der Trump tötet [Quelle: Iran International].
Am schwersten wiegt der letzte. Hier ist es kein Trauerredner und keine anonyme Spendenseite mehr, sondern ein gesetzgebendes Organ — das Parlament eines Staates —, das ein staatliches Kopfgeld auf einen amtierenden US-Präsidenten in Gesetzesform gießen will.
Das Tötungs-Interesse ist hier nicht spekulativ. Es steht schwarz auf weiß.
2025 und 2026 — es reißt nicht ab
16. Oktober 2025: Nahe dem Flughafen von Palm Beach entdeckt der Secret Service einen erhöhten Jagd-Hochsitz mit direkter Sichtlinie auf die geparkte Air Force One. Eine Person wird nicht gefunden; das FBI ermittelt.
22. Februar 2026: Ein 21-Jähriger aus North Carolina durchbricht das Nordtor von Mar-a-Lago, bewaffnet mit einer Schrotflinte und einem Benzinkanister. Der Secret Service erschießt ihn.
25. April 2026: Beim Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses rennt ein bewaffneter Mann an den Sicherheitskräften vorbei, Schüsse fallen. Trump, Melania und Vizepräsident Vance werden in Sicherheit gebracht; der Täter wird festgenommen [Quelle: Al Jazeera — Chronologie].
Und nun, im Juni 2026, die Drohnen.
Wenn die Hemmung fällt — bis zum offenen Mordaufruf
Anschläge entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen ein Klima, in dem der Gedanke, diesen einen Mann zu beseitigen, salonfähig wird. Enthemmte Sprache einer politischen Seite. In diesem Fall haben an dem Klima Leute mitgearbeitet, von denen man es am wenigsten erwarten sollte: Spitzenpolitiker, frühere Geheimdienstchefs, große Medien. Und einige der folgenden Beispiele sind mehr als nur „Klima” — sie sind, von einem Gericht so eingestuft, ein Aufruf zum Mord.
Joe Biden, 8. Juli 2024. In einer Telefonkonferenz mit Spendern sagte der damalige Präsident über seinen Herausforderer: „Es ist Zeit, Trump ins Fadenkreuz zu nehmen.” Fünf Tage später fielen die Schüsse von Butler. [Quelle: CNN].
James Comey, Mai 2025. Der frühere FBI-Direktor postete ein Strandfoto: Muscheln, im Sand zur Zahlenfolge „8647” gelegt. In amerikanischem Slang heißt „86” so viel wie „etwas beseitigen, entsorgen” — und „47” ist der 47. Präsident, also Trump. Im April 2026 klagte ihn eine Grand Jury in North Carolina an — wegen Bedrohung des Präsidenten mit dem Ziel, ihm zu schaden oder ihn zu töten [Quellen: NBC News — Ermittlung, NBC News — Anklage].
Wenn ein Ex-Chef der Bundespolizei eine codierte „Weg-mit-dem-47.”-Botschaft an den Strand legt — und die Justiz darin ernsthaft eine Morddrohung sieht —, was sollen dann die Irregeleiteten da draußen davon ableiten den Helden und Märtyrer zu spielen?
Und die Bilder kamen lange vor den Worten:
Im Februar 2017 zeigte der deutsche „Spiegel” Trump auf dem Titel, wie er mit blutigem Messer den Kopf der Freiheitsstatue in der Hand hält. Hier ist Trump zwar der Täter, nicht das Opfer — aber das Bild normalisierte rohe Enthauptungs-Symbolik rund um seinen Namen [Quelle: CNN]. Und suggerierte das darauf folgende:
Im Mai 2017 posierte die Komikerin Kathy Griffin mit einem blutigen, abgetrennten Trump-Kopf nach Art einer IS-Enthauptung. Das Bild ging um die Welt — bereitwillig weitergetragen von genau den großen Medien, die es niemals hätten verbreiten dürfen. Das FBI ermittelte, ein US-Sender feuerte sie; sie entschuldigte sich zunächst und nahm die Entschuldigung später zurück [Quelle: CBS News].
Man stelle sich für einen Moment vor, ein Künstler hätte einen abgetrennten Kopf von Obama oder Biden in die Kamera gehalten. Die Vorstellung allein zeigt, wie weit die Hemmschwelle in eine Richtung verrutscht war.
Und die Anschläge, von denen Sie nie gehört haben
Jetzt die Ebene, die unbestätigt bleibt — und die ich genau deshalb als das kennzeichne, was sie ist.
In den Jahren 2017 bis 2020 meldete der anonyme Insider „Q” wiederholt abgewehrte Anschläge auf Trump und sogar auf die Air Force One, die nie in den Nachrichten auftauchten. Keine Behörde, kein Gericht hat das je bestätigt. Man muss „Q” nicht glauben — aber die Frage, warum diese Vorfälle nie in einer Untersuchung landeten, ist interessant genug, sie zu stellen.
Der bekannteste dieser Einträge bezieht sich auf den realen Raketen-Fehlalarm auf Hawaii vom Januar 2018, offiziell als versehentlicher Knopfdruck erklärt:
Unautorisierte Rakete abgefeuert. Notfall-Alarm „einkommende Rakete” ausgelöst, Hawaii. POTUS an Bord der Air Force One. POTUS wird umgeleitet. Zufall? Keine Untersuchung durch die Leitmedien?
— „Q”, Eintrag Nr. 1728, 27. Juli 2018 (aus dem Englischen übersetzt)
An anderer Stelle ist von zwei gezielten Raketenstarts die Rede, beide abgefangen [Quelle: Q-Eintrag Nr. 1494], sowie von einem Versuch, der „abgewendet” worden sei [Quelle: Q-Eintrag Nr. 1589]. Und ein Eintrag stellt Trump ausdrücklich in eine historische Reihe:
Kennedy war ein Außenseiter [ermordet]. Reagan war ein Außenseiter [Attentatsversuch]. Der Präsident ist ein Außenseiter [geheim, hohe Stufe].
— „Q”, Eintrag Nr. 2807, 19. Februar 2019 (aus dem Englischen übersetzt)
Die Klammer „geheim, hohe Stufe” soll heißen: Die Anschläge auf Trump seien als Verschlusssache behandelt — also bewusst nicht öffentlich gemacht — worden.
Noch einmal, damit kein Missverständnis entsteht: Das sind Behauptungen, keine Belege. Aber sie passen in ein Muster, das auf den aktenkundigen Ebenen längst sichtbar und glaubhaft ist.
Was die Liste zeigt — und was nicht
Bis hierher haben wir vier Ebenen gesehen: aktenkundige Anschläge mit Toten und Urteilen, offen ausgelobte Kopfgelder, eine enthemmte Bildsprache aus Politik und Medien — und eine unbestätigte Ebene obendrauf.
Manche dieser Punkte sind hart belegt, andere bleiben vage — ein Hochsitz ohne aufgefundene Person ist kein Attentat, eine Spenden-Zahl keine Tat.
Aber das Muster bleibt bestehen, auch wenn man streng aussiebt. Kein anderer lebender Politiker des Westens steht so oft und so konkret im Fadenkreuz.
Und Trump ist nicht der Einzige, der überhaupt getroffen wird: Im Mai 2024 wurde der slowakische Regierungschef Robert Fico — ebenfalls ein Außenseiter, der sich gegen den Brüsseler Kurs und die Waffenlieferungen an die Ukraine stellte — mit fünf Schüssen niedergestreckt und schwer verletzt [Quelle: Wikipedia — Attentat auf Robert Fico]. Wer sich gegen die etablierte Linie stellt, lebt offenbar gefährlicher.
Und es bleibt nicht bei einzelnen Spitzenpolitikern. In Deutschland trifft es eine ganze Partei. Wer für die AfD antritt oder sie öffentlich vertritt, lebt mit einem realen Risiko:
2023 verzeichnete die Polizei gegen AfD-Vertreter die meisten Gewaltdelikte aller Parteien — und im ersten Halbjahr 2024 erneut [Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung].
AfD-Abgeordnete wurden vor der eigenen Haustür überfallen, an Wahlkampfständen attackiert, mit spitzen Gegenständen verletzt.
Gruppen, die sich „Antifa” nennen, mobilisieren offen gegen die Partei und bedrohen ihre Veranstaltungen und ihr Personal.
2019 wurde der Bremer AfD-Abgeordnete Frank Magnitz auf offener Straße überfallen, niedergeschlagen und mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Täter wurden nie gefasst [Quellen: taz, t-online].
Das hat einen Namen — und es ist eine bittere Ironie. Es ist genau das Konzept, das die Nazis gegen Andersdenkende anwandten: erst einschüchtern, dann verfolgen, am Ende töten. Wer heute jeden AfD-Vertreter pauschal „Nazi” nennt und ihn dann niederschlägt, übt selbst die Methode aus, die er zu bekämpfen vorgibt.
Die offizielle Sprache löst das Rätsel auf ihre eigene Weise auf: Einzeltäter. Kein Motiv. Kein Zusammenhang. Wie schon bei JFK. Das ist eine bequeme Erklärung — denn sie braucht keine Akteure zu benennen.
Und genau hier lohnt die alte Frage der Ermittler: cui bono — wem nützt es? Trump greift die alte Ordnung an. Und diese Ordnung hat Namen:
das Geldsystem der großen Banken an der Wall Street und in der City of London, das von Schulden und Dauerinflation lebt
das außenpolitische Establishment der USA — Zirkel wie der Council on Foreign Relations —, dessen Geschäftsmodell die immerwährende Kriegsbereitschaft ist
die Rüstungs- und Pharma-Konzerne, die an jeder Krise verdienen
Diese Kreise sitzen nicht selbst mit dem Gewehr auf dem Dach. Aber sie haben Einfluss — auf die Politiker, die zum „Fadenkreuz” aufrufen, und auf die wenigen Konzerne, denen der Großteil der Leitmedien gehört. Sie erzeugen das Klima, in dem ein Comey Muscheln zu „86 47” legt und ein Sender ein Enthauptungsfoto um die Welt trägt. Das benennt keinen einzelnen Schützen — aber es benennt die Hände, die das Streichholz reichen, ohne das Feuer selbst zu legen.
Ein Detail bleibt dabei hängen: Bei Crooks in Butler, dem einzigen Fall, in dem ein Schütze tatsächlich traf, lautet das amtliche Ergebnis nach allen Ermittlungen — Motiv unbekannt. Ein Mann stirbt, ein Präsident wird angeschossen, und die mächtigste Ermittlungsbehörde der Welt sagt: Wir wissen nicht, warum.
Wer tiefer einsteigen will
Warum dieser eine Mann die alte Weltordnung so bedroht, dass ihr Verschwinden für manche ein Tatmotiv sein könnte — das entfalte ich in meinem Buch „Trump zerlegte die Neue Weltordnung”. Es zeigt Schritt für Schritt, welche Strukturen Trump abbaut und wer dabei seine Macht verliert. Wer die Anschlagsserie verstehen will, findet dort den Hintergrund: 👉 ingag.de/tzn
Warum sie scheitern müssen
Bleibt die Frage des Titels: Warum scheitern diese Anschläge, einer nach dem anderen?
Die nüchterne Antwort lautet zunächst: gute Sicherheitsarbeit, Zufall, wenige Zentimeter. In Butler war es eine unwillkürliche Kopfdrehung im richtigen Augenblick. Auf dem Golfplatz ein wacher Agent. Beim Drohnen-Komplott die Sorge einer Mutter.
Aber blicken wir auf die ganze Bilanz, dann zeichnet sich etwas Tieferes ab. Wer das Schwert gegen Trump erhob, ist selbst durch das Schwert gefallen: Crooks tot, Routh lebenslang, der Mann am Tor von Mar-a-Lago erschossen, fünf Drohnen-Planer in Haft. Die Angreifer gehen unter — das Ziel bleibt unversehrt.
Das ist ein altes Gesetz. Schon das Evangelium kennt es:
Wer das Schwert ergreift, wird durch das Schwert umkommen.
— Matthäus 26,52
Man nenne es das Gesetz des Karma oder göttliche Gerechtigkeit — der Kern ist derselbe: Gewalt fällt auf den zurück, der sie ausschickt.
Und doch gibt es eine Bedingung, und sie ist entscheidend. Geschützt ist nicht die Macht an sich — bloße Macht, die missbraucht wird zieht das Schwert an, als dass sie es abwehrt. Geschützt ist jedoch die Macht, die auf höchst ethische Weise ausgeübt wird: im Dienst und nicht im Eigennutz, für die Vielen und nicht gegen sie. Wer so handelt, steht unter einem göttlichen Schutz, den keine Drohne und kein Scharfschütze durchdringt.
Genau darin liegt die Antwort. Die Anschläge müssen scheitern, solange Trump diese ethische Linie hält — nicht weil er unverwundbar wäre, sondern weil das, wofür er einsteht, größer ist als jene, die ihn beseitigen wollen. Verließe er diese Linie, verlöre er den Schutz. Das ist keine Drohung. Es ist dasselbe Gesetz, nur von der anderen Seite gelesen.
Und wie immer: einige Goodies für die Stammleser mit bezahlten Abonnent:



