Andreas M. B. Groß

Wer hat dir die Gesundheit weggenommen — und wie du sie zurückholst

Wie ein von Rockefeller finanzierter Report 1910 die Naturheilkunde aus den Kliniken verbannte, warum zum ersten Mal seit über hundert Jahren jemand von innen dagegen vorgeht — und wie eine KI dir das

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Andreas M. B. Groß
Juli 09, 2026
∙ Bezahlt

1990 gaben mich die Ärzte auf. Ich war Anfang dreißig, erschöpft, arbeitsunfähig, von Woche zu Woche kränker. Ich ging von einem Schulmediziner zum nächsten — sie untersuchten mich, und keiner fand heraus, was mir wirklich fehlte, geschweige denn, dass er mir helfen konnte. Am Ende hatte keiner mehr eine Antwort.

Erst eine Heilpraktikerin in Köln, zu der ich von Hamburg aus regelmäßig fuhr, weil sie mir dringend empfohlen wurde, fand, was die Apparate der Ärzte übersehen hatten: Es war Blutkrebs. Und sie blieb nicht beim Befund stehen — sie brachte mich mit naturheilkundlichen Mitteln in Wochen wieder auf die Beine. Dann lehnte meine Krankenkasse (TK) ihre Rechnung ab — weil die Frau, die mir geholfen hatte, nicht „evidenzbasiert” arbeitete.

Diesen Satz musste ich erst einmal sacken lassen.

  • Die Medizin, die versagt hatte, wurde bezahlt.

  • Die Hilfe, die wirkte, nicht.

Am Ende dieses Textes weißt du drei Dinge, die dir kein Arzt in fünfzehn Minuten erklären wird:

  • wer dir die Gesundheit vor 115 Jahren weggenommen hat und mit welchem Trick,

  • warum gerade jetzt zum ersten Mal jemand von der Spitze her dagegen vorgeht — und

  • warum kein einzelner Arzt sie dir mehr allein zurückgeben kann, auch der beste nicht.

Und du weißt, was du dagegen tun kannst, ab heute, in deiner eigenen Küche.

Eine Sache vorweg, damit wir uns nicht falsch verstehen. Es geht hier nicht gegen „die Schulmedizin” als Nebelwand und nicht gegen “die Ärzte”. Die meisten Ärzte sind keine Täter, sie sind Gefangene — dazu unten mehr. Und es geht auch nicht darum, die medizinische Wissenschaft abzulehnen. Wer sich das Bein bricht, gehört in die Chirurgie, nicht zum Kräuterkundigen. Es geht um etwas anderes: darum, wer entscheidet, welche Medizin überhaupt als „richtig” gelten darf — und wie du dieses Kommando zurückgewinnst. Und keine Sorge: Was ich dir gleich über die Herkunft dieses Systems erzähle, ist keine Verschwörungstheorie, sondern Aktenlage — mit Namen, Jahreszahlen und Quellen.

Zwei Lager, ein Krieg, und du stehst dazwischen

Die meisten Menschen suchen sich ihren Hausarzt nach der Entfernung zur eigenen Wohnung aus. Sie reagieren erst, wenn die Krise da ist. Dann ist es oft zu spät, und sie stehen zwischen zwei medizinischen Welten, die nicht miteinander reden.

Der Schulmediziner hält die Naturheilkunde in der Regel für Betrug — da nicht durch Doppelblindstudien verifiziert, also unwissenschaftlich. Der Naturheiler hält wesentliche Teile der Schulmedizin für schädlich — Eingriffe, die Symptome wegdrücken, statt Ursachen zu beseitigen, Therapien, die mehr schaden als nützen. Beide haben in ihrem Bereich oft recht. Und beide schweigen trotzdem vor dir.

Aus Rücksicht, und weil das Gesetz es erzwingt: Ein zugelassener Naturheiler darf in der Schweiz die Arbeit eines Schulmediziners nicht einmal in Frage stellen, verordnete Medikamente nicht absetzen, ohne seine Lizenz zu riskieren. Höflich an der Oberfläche, totaler Krieg unter der Gürtellinie.

Echte Komplementärmedizin — die sinnvolle Verbindung beider Seiten — kann dir deshalb kein einzelner Praktiker liefern. Der Schulmediziner mit dem Homöopathie-Wochenendkurs ersetzt keinen Therapeuten, der sich sein Leben lang auf diese eine Methode eingelassen hat. Der Naturheiler lässt Dich im akuten Notfall im Stich und verweist aufs Spital, das seinerseits die Naturmedizin verdammt.

Die Koordination zwischen beiden Welten findet nicht statt — es sei denn, einer erzwingt sie. Dieser eine kannst nur du sein. Es gibt sonst niemanden, der das letzte Entscheidungsrecht hat und auch niemand anderes als Du trägt die Konsequenzen für falsche Entscheidungen. Die energische Warnung der Ärzte, sie könnten die eine oder andere Entscheidung von Dir nicht verantworten, sind leere Drohungen. Nur Du trägst die Konsequenzen, sie werden nie belangt, das hattest Du ihnen bereits schriftlich versichern müssen.

Wer es dir weggenommen hat — und wann

Das ist kein Zufall und keine Bosheit einzelner Mediziner. Es ist gebaut. Und man kann das Baujahr nennen: 1910.

In diesem Jahr bereiste Abraham Flexner die medizinischen Schulen der USA und Kanadas. Flexner war kein Arzt — ein Pädagoge, ein ehemaliger Schulmeister, der vor diesem Auftrag nie eine medizinische Fakultät von innen gesehen hatte. Die Carnegie-Stiftung wählte ihn bewusst als Nicht-Mediziner, um dem Bericht den Anschein von Objektivität zu geben. Sein Bericht erklärte nur eine Form der Medizin für wissenschaftlich: die des Labors und der synthetischen Chemie [Quelle: Flexner, Medical Education in the United States and Canada, Carnegie Bulletin No. 4, 1910 (archive.org)].

Die entscheidende Verbindung steht in keiner Verschwörungstheorie, sondern in der Biografie: Flexners Bruder Simon war der erste Direktor des Rockefeller-Instituts für medizinische Forschung. Und John D. Rockefeller kam aus dem Öl. Aus Teer, den Nebenprodukten von Kohle und Erdöl, ließen sich Millionen verschiedene Chemikalien synthetisieren. Bayer, BASF, Hoechst und Agfa sind wörtlich aus der Kohlenteer-Chemie hervorgegangen — erst Anilinfarben, dann Arzneistoffe wie Phenol, Salicylsäure (Aspirin) und Phenacetin. Später kamen die Petrochemikalien aus dem Erdöl dazu — Rockefellers Revier.

Jetzt kommt der Trick, und er lief nicht über ein Verbot, sondern über Geld-Schwerkraft:

  • Ein synthetisches Molekül lässt sich patentieren. Patent heißt Monopol, Monopol heißt zwanzig Jahre Rendite pro Wirkstoff.

  • Eine Pflanze lässt sich nicht patentieren. Ein Vitamin nicht, eine Infrarot-Therapie nicht, eine Ernährungsumstellung nicht.

  • Über die Rockefeller- und Carnegie-Stiftungen floss danach sehr viel Geld in genau die Schulen, die den Labor-Lehrplan übernahmen — mit der Bedingung, Kräuterheilkunde, Ernährungslehre und Naturtherapien zu streichen.

Das Ergebnis in Zahlen: Die Zahl der medizinischen Schulen fiel von 155 im Jahr 1910 auf rund 66 im Jahr 1935. Die homöopathischen Schulen verschwanden fast vollständig. Von sieben Schulen, die schwarze Ärzte ausbildeten, überlebten nur zwei — die „Reform” war alles andere als neutral [Quellen: Wikipedia — Flexner Report, Flexner Report and its impact on complementary medicine (PMC)].

Das Geld floss dahin, wo man patentieren konnte. Nicht weil die Pflanze schlechter heilte — weil sie sich nicht patentieren und damit besitzen ließ.

Und die berühmte Doppelblindstudie?

Die kam erst Jahrzehnte später, ab den 1940er- und 50er-Jahren; den Begriff „evidenzbasierte Medizin” gibt es sogar erst seit 1991. Flexner und die Doppelblindstudie sind zwei Stufen derselben Treppe: Flexner hob die Latte auf „Laborwissenschaft”, die Doppelblindstudie noch höher auf „nur was randomisiert und doppelblind bewiesen ist, zählt”.

Jetzt der Punkt, auf den alles ankommt — und ich greife ausdrücklich nicht die Methode an, sondern die Finanzierung:

Die Doppelblindstudie mag eine gute Methode sein. Sie schaltet Einbildung und Erwartung aus. Wer sie pauschal schlechtredet, wirkt wissenschaftsfeindlich, und das zu Recht.

Aber eine große Zulassungsstudie kostet einen zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag. Wer zahlt das? Nur, wer es hinterher über ein Patent wieder hereinholt — der Monopolist mit seinem Verkaufsrecht. Für eine Pflanze, ein Vitamin, eine Wasseranwendung gibt es kein Patent. Also finanziert niemand die teure Studie.

Die Folge ist ein Teufelskreis: Das nicht-patentierbare Mittel bleibt „nicht evidenzbasiert” — nicht, weil es nicht wirkt, sondern weil kaum jemand den Beweis bezahlt hat. Genau das ist meiner Heilpraktikerin 1990 zum Vorwurf gemacht worden.

Nicht die Doppelblindstudie ist das Problem. Das Problem ist, dass niemand zwanzig Millionen ausgibt, um eine Pflanze doppelblind zu prüfen, die er hinterher nicht patentieren kann.

Es gäbe die Studien längst — nur nicht bei uns

Fast niemand — aber nicht ganz. Es gibt Länder, die genau diese Forschung bezahlen. Indien fördert über ein eigenes Ministerium die klinische Erprobung seiner Ayurveda-Medizin; China steckt seit Jahrzehnten Staatsgeld in die Erforschung seiner traditionellen Heilkunde. Der bekannteste Beleg ist das Malariamittel Artemisinin — es stammt aus einer chinesischen Heilpflanze und wurde 2015 mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt [Quelle: Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2015, Tu Youyou]. Für diese Länder ist Naturheilkunde kein esoterisches Randthema, sondern der einzige Weg, Milliarden Menschen bezahlbar zu behandeln.

Und hier kommt der nächste Skandal: Genau diese Studien werden im Westen weitgehend übergangen — abgetan als methodisch schwach oder schlicht beiseitegeschoben, weil sie aus Indien oder China kommen und weil ihr Gegenstand sich nicht patentieren lässt. Dabei läge darin die Lösung für ein Problem, über das jede westliche Regierung klagt: die explodierenden Gesundheitskosten. Würde der Westen die Naturheilkunde genauso rigoros und öffentlich finanziert prüfen, ließen sich viele teure Dauertherapien durch billige, wirksame und unschädliche ersetzen — und die Kostenlawine ließe sich energisch bremsen. Dass das nicht geschieht, ist keine wissenschaftliche, sondern eine politische Entscheidung.

Was dieses System kostet

Man kann es beziffern. Allein in den USA töten unerwünschte Arzneimittelwirkungen schätzungsweise über 100.000 Menschen im Jahr — und zwar bei korrekt verordneten, korrekt eingenommenen Medikamenten, Behandlungsfehler nicht eingerechnet [Quelle: Lazarou u.a., JAMA 1998 (PubMed)].

In Deutschland schätzt das Aktionsbündnis Patientensicherheit die vermeidbaren Todesfälle in Krankenhäusern auf rund zwanzigtausend im Jahr — ein Vielfaches der Menschen, die im Straßenverkehr sterben. Über die Verkehrstoten redet das Fernsehen jeden Tag. Über die Opfer der Kliniken schweigt es.

Warum die Ärzte gefangen sind

Die Logik von 1910 wirkt bis in jede Sprechstunde von heute. Die Abrechnungsregeln der Kassen drücken dem Arzt einen Takt auf, in dem für deinen Fall fünfzehn Minuten bleiben — keine Zeit, deine Akte vorher zu lesen, dir in Ruhe zuzuhören, eine Wissenslücke zu schließen, bevor er entscheidet. Weicht er von der Leitlinie ab, droht der Regress. Seine Fortbildung zahlt oft, wer die Mittel verkauft.

Der durchschnittliche Arzt ist kein Täter. Er ist ein Gefangener eines Systems, das vor hundert Jahren auf Profit ausgerichtet wurde und seither nur effizienter geworden ist.

Es gibt die Ausnahmen, und man erkennt sie seit dem Testfall: Die Corona-Jahre waren der Intelligenz-, Gehorsams- und Ethiktest: Wer Dir ein Attest ausstellte, wer beim Patienten blieb, als es Umsatz, Zulassung und Strafverfahren kostete — der hat seinen Hippokratischen Eid gehalten. Ich kenne mehrere solche Fälle:

  • Dr. Thomas Binder aus Wettingen (Aargau) stellte die Maßnahmen in Frage und wurde an Ostern 2020 von einem Polizei-Sonderkommando verhaftet und in die Psychiatrie zwangseingewiesen — das Strafverfahren gegen ihn wurde später eingestellt, er wurde rehabilitiert. [Quelle: Aargauer Zeitung].

  • Bei Dr. Andreas Heisler aus Ebikon bei Luzern durchsuchte schwer bewaffnete Polizei die Praxis und beschlagnahmte Patientenakten, weil er Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht erstellte: denn Masken schützen nicht vor Ansteckung und der Dauergebrauch ist sehr schädlich; man entzog ihm die Berufsbewilligung (die er später zurückerhielt) [Quelle: SRF].

  • In Recklinghausen verurteilte ein Gericht im Juni 2023 einen 67-jährigen Arzt zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft, weil er rund 400 bis 600 Impfbescheinigungen ausstellte, ohne das Gift zu spritzen — teils spritzte er Kindern Kochsalz statt des Impfstoffs [Quellen: Deutsches Ärzteblatt, t-online].

Solche Ärzte sind selten. Sie sind Helden. Und die Fälle zeigen, woran Du den richtigen erkennst: nicht zuerst an der fachlichen, sondern an der ethischen Qualifikation. An der Frage, ob er dir helfen will, gesund zu werden — oder bereit ist, deine Gesundheit für Gehorsam, Profit oder Status aufs Spiel zu setzen. Den ethisch gebundenen Arzt wählst du zuerst. Die fachliche Qualifikation kommt erst danach.

Ein Zwischenruf: die Placebo-Umkehrung

Mein Augenchirurg bekam einen Wutanfall, als er hörte, dass ich Homöopathie anwende.

Er “wusste es ja besser”. In einer Hochpotenz, sagte er, sei von der Ursubstanz nicht ein einziges Molekül mehr übrig — an der ganzen Flasche mit den tausend Kügelchen nicht eines. Chemisch hat er recht. Nur: Er hat nie den einfachen Versuch gewagt, der ihn eines Besseren hätte belehren können.

Genau das ist das Muster. Nicht das fehlende Molekül ist das Eigentliche an dieser Geschichte, sondern die Wut. Sie erstickt jeden Versuch, bevor er beginnt. Ein Wissenschaftler hätte es ausprobiert und beobachtet. Wer schon vorher weiß, was nicht sein darf, hat den Versuch nicht mehr nötig — und der weiße Kittel macht aus diesem Glauben keine Wissenschaft.

Und wenn die Heilung dann trotzdem eintritt, kommt die Allzweckwaffe: „Das ist nur der Placebo-Effekt.” Ein Satz, und jeder Erfolg ist weggewischt, ohne dass jemand hinschauen musste. Aber drehen wir den Satz einmal um.

Wenn ein Zuckerkügelchen einen Menschen gesund macht — was sagt das über den Körper? Es sagt: Er kann sich selbst heilen, sobald ihn etwas dazu anstößt. „Nur Placebo” ist also kein Gegenbeweis. Es ist der erstaunlichste Befund der ganzen Medizin — achtlos in die Ecke geworfen, weil er nicht ins Geschäftsmodell passt.

Und für den, der mit dem Wort wedelt, wird es noch unbequemer. Nicht wenige zugelassene Präparate schlagen in ihren eigenen Zulassungsstudien das Placebo kaum um Haaresbreite. Wer „nur Placebo” sagt, feiert damit einen Maßstab, an dem sein eigenes Sortiment knapp vorbeischrammt.

Zum ersten Mal greift jemand von innen an

115 Jahre lang war dieses System unangreifbar, weil niemand mit Macht es angriff. Das hat sich geändert. Seit Robert F. Kennedy Jr. amerikanischer Gesundheitsminister ist, wird das Flexner-System zum ersten Mal von der Spitze her in Frage gestellt.

Der Satz dahinter ist keine Erfindung von 2025. Er ist 175 Jahre alt. Sebastian Kneipp, der bayerische Wasserdoktor, sagte um 1850:

Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke.

Genau diese Linie fährt Kennedy heute. Hier, in einem Atemzug, was sich seit seinem Amtsantritt verändert hat:

  • Die USA sind aus der korrupten Weltgesundheitsorganisation ausgetreten — vollzogen am 22. Januar 2026 [Quellen: HHS — United States Completes WHO Withdrawal, CIDRAP].

  • Die Ernährungspyramide steht auf dem Kopf: Eiweiß gehört nach oben, Zucker und Weißmehl nach unten — Leitsatz „Eat real food”.

  • Die petrochemischen Farbstoffe — aus Erdöl hergestellt — fliegen bis Ende 2026 aus dem amerikanischen Essen.

  • Der Farbstoff Rot 3, im Tierversuch krebserregend, ist seit Januar 2025 ganz aus Lebensmitteln verbannt.

  • „Ultra-verarbeitetes Essen” bekommt zum ersten Mal eine amtliche Definition und eine Ampel auf der Packung.

  • Die „GRAS-Lücke”, durch die Konzerne ungeprüfte Zusatzstoffe selbst für „sicher” erklären durften, soll geschlossen werden [Quelle: CBS News].

  • Cola, Süßigkeiten und Junkfood verschwinden aus den staatlichen Essensmarken — in 18 Bundesstaaten [Quelle: USDA].

  • Bauern werden für pestizidarme, regenerative Landwirtschaft belohnt.

  • Der gesamte Impf-Beratungsausschuss der Seuchenbehörde (ACIP) wurde gefeuert und neu besetzt - sie hatten die Impfstoffe undgeprüft durchgewunken. [Quelle: PBS].

  • Die Covid-Impfung gilt für gesunde Kinder und Schwangere nicht mehr als empfohlen.

  • Die Direktorin der Seuchenbehörde CDC flog nach vier Wochen raus, weil sie nicht folgen wollte, ihre Junioren mussten folgten.

  • Das Gesundheitsministerium wurde um rund ein Viertel verkleinert — etwa 20.000 Stellen —, und pharmakritische Köpfe kamen an die Spitze.

  • Die Fluorid-Empfehlung fürs Trinkwasser ist gekippt.

  • Erstmals wird amtlich nach den wahren Ursachen des Autismus geforscht — mit einem Warnverfahren, einer neuen Therapieoption und einem 50-Millionen-Programm.

  • Und selbst das Tabu-Thema Chemtrails landet per Bundesuntersuchung auf dem Untersuchungstisch.

Das ist eine Menge — und das meiste davon ist schlicht Aktenlage: Fristen, Unterschriften, Personalentscheide. Fangen wir beim Stärksten an, dem Essen.

Der stärkste Durchbruch ist das Essen. Die neuen US-Ernährungsrichtlinien, veröffentlicht am 7. Januar 2026, drehen die alte Pyramide um. Die alte stellte Kohlehydrate wie Brot, Reis und Nudeln als Basis hin — „iss davon am meisten”, sechs bis elf Portionen am Tag. Genau dieser Konstruktionsfehler hat eine Nation verfettet und zuckerkrank gemacht. Die neue Richtlinie stellt Eiweiß und echte, unverarbeitete Lebensmittel nach vorn. Leitsatz: „Eat real food” — iss echtes Essen. Neun Seiten statt 149 im Jahr 2020 [Quellen: TIME, STAT News].

Die Farbstoffe sind das Ekel-Thema mit dem härtesten Beleg. FDA und Gesundheitsministerium steigen bis Ende 2026 aus den synthetischen Erdöl-Farbstoffen aus. Diese Farben werden aus demselben Rohstoff hergestellt wie Benzin — Raffinerie-Chemie, ins Essen gekippt, nur damit es bunt aussieht und Kinder zugreifen. Kennedys eigener Satz: man habe den Amerikanern „petrochemische Chemikalien ins Essen gemischt, ohne ihr Wissen” [Quellen: FDA/HHS — Phase Out of Petroleum-Based Dyes, CBS News].

Der Farbstoff Rot 3 erzeugte im Tierversuch Schilddrüsenkrebs und wurde deshalb im Januar 2025 aus Lebensmitteln verbannt (in Kosmetik war er schon seit 1990 verboten, ins Essen durfte er 35 Jahre länger). Für die anderen ist die stärkste Evidenz vermehrte Unruhe und Aufmerksamkeitsstörung bei empfindlichen Kindern — Grund genug, sie aus dem Kinderessen zu nehmen [Quelle: McCann u.a., The Lancet 2007, „Southampton-Studie”]. Der stärkste Kontrast: Dieselbe Marke, dasselbe Bonbon — in Europa mit Rüben-, Kurkuma- oder Algenfarbe, in den USA mit Erdölfarbe. Der Konzern kann es längst natürlich. Er tut es nur dort, wo er muss.

Die großen Struktur-Brüche sind Abriss, nicht Kosmetik. Die Direktorin der Seuchenbehörde CDC wurde nach knapp einem Monat gefeuert — die kürzeste Amtszeit der Behördengeschichte —, weil sie sich weigerte, Kennedys Korrekturen zu folgen [Quelle: NPR — CDC leaders resign]. Das Ministerium selbst schrumpft um rund ein Viertel, etwa 20.000 Stellen fallen weg [Quelle: PBS — U.S. health policy transforms under RFK Jr.].

Und dann die Vorstöße, an die sich vor ihm keiner herangetraut hat. Kennedy hat die Fluorid-Empfehlung fürs Trinkwasser gekippt und eine Autismus-Ursachenforschung gestartet — samt Warnverfahren für ein Schmerzmittel in der Schwangerschaft und einem 50-Millionen-Programm. Das sind beschlossene Maßnahmen, das ist Fakt [Quellen: PBS — Fluoride, HHS — Autism initiatives]. Dass ein Minister die Ursachenfrage überhaupt stellt und Geld dafür lockermacht, war jahrzehntelang undenkbar. Und wenn Kennedy sagt, ein Arm des Militärs versprühe Chemikalien am Himmel, dann rührt er an ein Thema, das dreißig Jahre lang als Spinnerei abgetan wurde. [Quelle: PolitiFact]. Bemerkenswert ist, dass ein amtierender Gesundheitsminister sich traut, die Frage überhaupt auf den Tisch zu legen.

Ein Punkt betrifft übrigens direkt mein eigenes Fachgebiet: Kennedys Ministerium zieht gegen die Mobilfunk-Grenzwerte, während seine eigene Funkbehörde die Limits von 1996 betoniert. Ein Riss quer durchs Kabinett — davon handelt mein Artikel von dieser Woche.

(Das ganze Gespräch, in dem ich diese Bilanz mit Catherine Thurner durchgegangen bin, kannst du dir hier ansehen: YouTube — Gesundheit kommt aus der Küche, nicht aus der Apotheke.)

Aber bei uns kommt kein Minister — und selbst die Schulmedizin ist dem menschlichen Verstand entwachsen

Die Amerikaner haben einen Kennedy, der von oben aufräumt. Der deutschsprachige Raum hat noch keinen. Es kommt kein Minister, der dir das abnimmt.

Und jetzt kommt der Teil, den ich für den wichtigsten dieses ganzen Textes halte, weil er ohne einen einzigen Naturheilkunde-Streit auskommt. Selbst wenn du der Naturheilkunde kein Wort glaubst, gilt er: Schon die reine Schulmedizin ist zu groß für einen einzelnen Kopf geworden.

Erstens, das Wissen explodiert. Man schätzt die Verdopplungszeit des medizinischen Wissens: 1950 dauerte sie noch etwa 50 Jahre, 1980 rund 7 Jahre, 2010 etwa dreieinhalb Jahre — und für 2020 wurde sie auf ungefähr 73 Tage geschätzt. Das heißt: Wer 2010 sein Studium abschloss, kennt Heute kaum noch sechs Prozent des aktuellen Wissens [Quelle: Densen, Transactions of the American Clinical and Climatological Association 2011].

Zweitens, kein Mensch kann mithalten. Um nur die für einen Hausarzt relevante Fachliteratur zu verfolgen, müsste er rund 21 Stunden am Tag lesen — jeden Tag [Quelle: Alper u.a., Journal of the Medical Library Association 2004 (PubMed 15494758)]. Weltweit erscheint mehr als eine Million neuer Fachartikel im Jahr, rund alle 30 Sekunden einer.

Drittens, die Aufteilung in Fachärzte ist der hilflose erste Rettungsversuch — und schafft blinde Flecken. Allein die US-Dachgesellschaft führt rund 40 Fachgebiete und etwa 89 Unterspezialisierungen. Jede Wand zwischen zwei Fächern schafft einen toten Winkel, einen blinden Fleck. Ein Beispiel, das keiner bestreiten kann: Die Schilddrüse steuert das Herz. Eine Über- oder Unterfunktion löst Herzrasen und Rhythmusstörungen aus. Der Kardiologe, der die Schilddrüse nicht prüft, behandelt die falsche Ursache.

Zwei Dutzend davon zeigt das Bild oben. Die vollständige Liste ist länger — sehr viel länger. Lies sie nicht Wort für Wort; überflieg sie und lass die schiere Menge wirken. Genau dieses Gefühl — „das soll ein einzelner Mensch alles überblicken?” — ist der Punkt.

Für dieses Zerfasern gibt es einen berühmten Satz — verbreitet vom Columbia-Präsidenten Nicholas Murray Butler (1927), in der Sache älter und schon um 1911 dem Chirurgen William Mayo zugeschrieben [Quelle: Quote Investigator]:

Der Spezialist weiß über immer weniger immer mehr — bis er am Ende alles über nichts weiß.

(Im englischen Original: „An expert is one who knows more and more about less and less, until he knows everything about nothing.”)

Neben den großen Fächern führt allein die amerikanische Dachgesellschaft diese Unterspezialisierungen, jede mit ihrem eigenen Facharzt:

Die 24 ABMS-Boards mit Haupt- und Unterzertifikaten

1. Allergologie und klinische Immunologie (Allergy and Immunology)

  • Haupt: Allergologie und klinische Immunologie

2. Anästhesiologie (Anesthesiology)

  • Haupt: Anästhesiologie

  • Unter: Intensivmedizin · Schmerzmedizin · Palliativmedizin · Kinderanästhesie · Schlafmedizin

3. Kolon- und Rektalchirurgie (Colon and Rectal Surgery)

  • Haupt: Kolon- und Rektalchirurgie

4. Dermatologie (Dermatology)

  • Haupt: Dermatologie

  • Unter: Dermatopathologie · Kinderdermatologie · Mikrographische Dermatochirurgie (Mohs)

5. Notfallmedizin (Emergency Medicine)

  • Haupt: Notfallmedizin

  • Unter: Rettungsdienstmedizin (EMS) · Medizinische Toxikologie · Kindernotfallmedizin · Sportmedizin · Überdruck- und Tauchmedizin · Palliativmedizin · Intensivmedizin · Schmerzmedizin

6. Allgemein-/Familienmedizin (Family Medicine)

  • Haupt: Allgemein-/Familienmedizin

  • Unter: Jugendmedizin · Geriatrie · Palliativmedizin · Schmerzmedizin · Schlafmedizin · Sportmedizin

7. Innere Medizin (Internal Medicine) — das größte Feld

  • Haupt: Innere Medizin

  • Unter: Kardiologie · Interventionelle Kardiologie · Klinische kardiale Elektrophysiologie · Fortgeschrittene Herzinsuffizienz und Transplantationskardiologie · Angiologie · Pneumologie · Intensivmedizin · Gastroenterologie · Transplantationshepatologie · Endokrinologie/Diabetologie/Stoffwechsel · Nephrologie · Rheumatologie · Infektiologie · Hämatologie · Onkologie · Geriatrie · Palliativmedizin · Sportmedizin · Schlafmedizin · Jugendmedizin

8. Humangenetik und Genomik (Medical Genetics and Genomics)

  • Haupt: Klinische Genetik und Genomik

  • Unter: Medizinische biochemische Genetik · Labor-Genetik und Genomik

9. Neurochirurgie (Neurological Surgery)

  • Haupt: Neurochirurgie

  • Unter: Neurologische Intensivmedizin (Neurocritical Care)

10. Nuklearmedizin (Nuclear Medicine)

  • Haupt: Nuklearmedizin

11. Gynäkologie und Geburtshilfe (Obstetrics and Gynecology)

  • Haupt: Gynäkologie und Geburtshilfe

  • Unter: Gynäkologische Onkologie · Maternal-fetale Medizin (Perinatalmedizin) · Reproduktionsendokrinologie und Infertilität · Urogynäkologie (Female Pelvic Medicine) · Komplexe Familienplanung · Intensivmedizin · Palliativmedizin

12. Augenheilkunde (Ophthalmology)

  • Haupt: Augenheilkunde

13. Orthopädie (Orthopaedic Surgery)

  • Haupt: Orthopädie / Orthopädische Chirurgie

  • Unter: Orthopädische Sportmedizin · Handchirurgie

14. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde / Kopf-Hals-Chirurgie (Otolaryngology–Head and Neck Surgery)

  • Haupt: HNO-Heilkunde

  • Unter: Neurootologie · Kinder-HNO · Plastische Gesichtschirurgie · Komplexe Kopf-Hals-Chirurgie · Schlafmedizin

15. Pathologie (Pathology)

  • Haupt: Anatomische Pathologie · Klinische Pathologie

  • Unter: Blutbank/Transfusionsmedizin · Zytopathologie · Dermatopathologie · Forensische Pathologie · Hämatopathologie · Medizinische Mikrobiologie · Molekulargenetische Pathologie · Neuropathologie · Kinderpathologie · Klinische Informatik · Chemische Pathologie

16. Kinder- und Jugendmedizin (Pediatrics) — zweitgrößtes Feld

  • Haupt: Kinder- und Jugendmedizin

  • Unter: Kinderkardiologie · Kinder-Intensivmedizin · Neonatologie · Kindergastroenterologie · Kinderendokrinologie · Kinderhämatologie-Onkologie · Kinderinfektiologie · Kindernephrologie · Kinderpneumologie · Kinderrheumatologie · Entwicklungs- und Verhaltenspädiatrie · Kindernotfallmedizin · Jugendmedizin · Kindersportmedizin · Schlafmedizin · Palliativmedizin · Kinder-Toxikologie · Neuroentwicklungsstörungen · Kinderschutzmedizin · Kinderklinik-Medizin (Hospital Medicine)

17. Physikalische und Rehabilitative Medizin (Physical Medicine and Rehabilitation)

  • Haupt: Physikalische und Rehabilitative Medizin

  • Unter: Hirnverletzungsmedizin · Neuromuskuläre Medizin · Schmerzmedizin · Kinder-Rehabilitationsmedizin · Querschnittlähmungsmedizin · Sportmedizin · Palliativmedizin

18. Plastische Chirurgie (Plastic Surgery)

  • Haupt: Plastische Chirurgie

  • Unter: Handchirurgie · Kraniofaziale Chirurgie

19. Präventivmedizin (Preventive Medicine)

  • Haupt: Arbeitsmedizin · Öffentliches Gesundheitswesen / Allgemeine Präventivmedizin · Luft- und Raumfahrtmedizin

  • Unter: Suchtmedizin · Medizinische Toxikologie · Überdruck- und Tauchmedizin · Klinische Informatik

20. Psychiatrie und Neurologie (Psychiatry and Neurology)

  • Haupt: Psychiatrie · Neurologie · Kinderneurologie

  • Unter: Suchtpsychiatrie · Kinder- und Jugendpsychiatrie · Geriatrische Psychiatrie · Forensische Psychiatrie · Konsiliar-/Liaisonpsychiatrie · Hirnverletzungsmedizin · Klinische Neurophysiologie · Epileptologie · Neuromuskuläre Medizin · Vaskuläre Neurologie (Schlaganfall) · Neurologische Intensivmedizin · Neuroentwicklungsstörungen · Schmerzmedizin · Schlafmedizin · Palliativmedizin

21. Radiologie (Radiology)

  • Haupt: Diagnostische Radiologie · Interventionelle Radiologie · Radioonkologie · Medizinische Physik

  • Unter: Neuroradiologie · Kinderradiologie · Nuklearradiologie · Vaskuläre und interventionelle Radiologie · Palliativmedizin

22. Chirurgie (Surgery)

  • Haupt: Allgemeinchirurgie · Gefäßchirurgie

  • Unter: Komplexe allgemeine chirurgische Onkologie · Handchirurgie · Kinderchirurgie · Chirurgische Intensivmedizin · Palliativmedizin

23. Thoraxchirurgie (Thoracic Surgery)

  • Haupt: Thorax- und Herzchirurgie

  • Unter: Kongenitale Herzchirurgie

24. Urologie (Urology)

  • Haupt: Urologie

  • Unter: Kinderurologie · Urogynäkologie / Beckenboden-Rekonstruktion

Zusammengezählt sind das weit über hundert verschiedene Ärzte — für einen einzigen Körper. Und keiner von ihnen ist dafür zuständig, das Ganze zu sehen. Genau in diese Lücke fällt der Patient.

Viertens, selbst im kleinen Fachgebiet ist der Einzelne überfordert. Fünf bis zehn Prozent der Patienten, die mit dem üblichen Schilddrüsenhormon behandelt werden, bleiben krank — müde, frierend, konzentrationsschwach — trotz „normaler” Blutwerte. Ob man ihnen ein zweites Hormon oder ein natürliches Präparat geben sollte, ist im Fach selbst bis heute umstritten; die britische Fachgesellschaft erlaubt es inzwischen ausdrücklich für ausgewählte Patienten. Meine Fachärztin für Endokrinologie, die diesen ganzen Bereich nicht-synthetischer Hormone zu ihrer Vereinfachung pauschal ausklammert, wendet eine engere Linie an, als ihr eigenes Fach heute offenhält und hat mich dadurch über Monate geschädigt.

Fünftens, das Resultat sind Fehler in Millionenhöhe. Allein in den US-Ambulanzen erleiden schätzungsweise 12 Millionen Erwachsene pro Jahr eine Fehldiagnose [Quelle: Singh u.a., BMJ Quality & Safety 2014].

Und jetzt der Satz, um den es geht: Die KI ist längst so weit, hier zu helfen. In einer randomisierten Studie — die Teilnehmer per Zufall zugeteilt, der faire Studientyp — erreichte ein KI-Modell fast 90 Prozent richtiger Diagnosen, Ärzte mit den üblichen Hilfsmitteln 74 Prozent [Quelle: Goh, Rodman u.a., JAMA Network Open 2024].

Die bittere Pille ist: Das ist gar nicht der Wille der Ärzte selbst. Die meisten praktizierenden Ärzte würden diese Werkzeuge begrüßen — sie könnten damit bessere Arbeit leisten. Abgewehrt werden sie von den ärztlichen Funktionären, den Standespolitikern, darunter manche, die nie am Krankenbett gestanden, nie einen Menschen geheilt haben. Sie glauben, ein „Standesinteresse” zu verteidigen — und erweisen damit genau den Ärzten, für die sie zu sprechen vorgeben, einen Bärendienst. Schon in den 1970er-Jahren gab es an der Universität Stanford ein Computer-System für die Antibiotika-Wahl, das besser traf als die meisten Nicht-Fachärzte. Klinisch eingesetzt wurde es nie. Ein Hauptgrund neben Haftung und Technik: Man wollte die Diagnose-Hoheit nicht an einen Computer abgeben. Das Werkzeug taugte — der Stand wollte es nicht. Bis heute ist „Dr. Google” unter Ärzten ein Schimpfwort, und viele fühlen sich übergangen, wenn ein Patient Wissen von außen mitbringt.

Der Reflex, ihren Status als “Gott in Weiß” zu bewachen, statt alle verfügbaren Werkzeuge zu greifen, kostet uns Patienten unsere Gesundheit und manchmal unser Leben. Und dieser Reflex muss kippen, denn schon heute nutzt rund ein Drittel der Erwachsenen KI für Gesundheitsfragen.

Bleib fair mit dem einzelnen Arzt: Er ist nicht dumm, er ertrinkt. Er ist Ertrinkender in der Wissensflut, nicht ihr Surfer. Er wird durchs Abrechnungssystem der Krankenkasse versklavt. Die Pointe heißt deshalb nicht „KI statt Arzt”. Sie heißt: kein guter Arzt arbeitet mehr ohne KI. Und wenn schon die reine Schulmedizin dem Einzelhirn entwachsen ist — wie viel mehr das über Jahrtausende gewachsene Erfahrungswissen der Naturheilkunde, das in der Ausbildung der Ärzte systematisch ausgeblende wird?

Der Müll im eigenen Lager

Jetzt muss ich etwas sagen, das mir Ärger einbringen wird, aber ohne das der ganze Text unehrlich wäre. Nicht alles, was die Schulmedizin angreift, ist gültige Erfahrungsmedizin. Auch in der “Erfahrungsheilkunde” gibt es Müll.

Manches „Wunderding” ist ein Strohmann — absurd oder gefährlich, aufwendig als Durchbruch inszeniert, mit getürkten Patientenerfolgen beworben, damit der Mainstream es genüsslich zerlegt und mit ihm das ganze Feld. Es ist rhetorisch dieselbe Struktur wie beim inszenierten Feindbild: Man überzeichnet das Monster, das man dann bekämpfen kann.

Dass die Waffe des gezielten Zweifelsäens von der Industrie eingesetzt wird, ist bestens belegt. Die Tabakindustrie gründete ab den 1950er-Jahren eigene Institute, finanzierte Gegen-Forschung und ließ über PR-Firmen Zweifel an der Krebs-Gefahr säen — dieselbe Mannschaft, dieselbe Methode später beim Klimawandel [Quelle: Oreskes/Conway, „Merchants of Doubt”, 2010].

Und es gibt die berüchtigten Strohmänner mit genau diesem Effekt:

  • „Vitamin B17” (Laetrile) aus Aprikosenkernen, als natürliche Krebsheilung gefeiert: kein Vitamin, in der großen Studie null Wirkung, und im Körper zu Blausäure (Zyanid, einem Zellgift) verstoffwechselt — mit Vergiftungsfällen [Quelle: Moertel u.a., New England Journal of Medicine 1982].

  • Die Eigenurin-Therapie (Amaroli), eine uralte Volks- und Yoga-Tradition, im deutschen Sprachraum durch Carmen Thomas’ Bestseller „Ein ganz besonderer Saft — Urin” (1993) bekannt geworden: harmlos, ohne belastbaren Wirksamkeitsnachweis — aber der perfekte Ekel-Hebel. Ein einziger Satz, „die trinken ihren eigenen Urin”, und die ganze Naturheilkunde steht als Spinnerei da.

  • „Lichtnahrung”, die Behauptung, der Mensch könne allein von Licht statt von Essen leben: absurd, mit dokumentierten Todesfällen — der perfekte Strohmann, der Naturheilung als Spinnerei erscheinen lässt. Mein guter Freund Arno in Berlin ließ sich begeistern, versuchte es monatelang und starb schließlich am Nierenversagen.

Zwei Dinge dazu, ehrlich: Manche dieser Strohmänner sind gefährlich, manche nur absurd. Und ich kann bei keinem beweisen, dass die Industrie ihn gezielt in die Welt gesetzt hat. Möglicherweise wurde da etwas gesät — nachgewiesen beauftragt ist es nicht. Das ist ein Analogieschluss, und als solchen kennzeichne ich ihn.

Aber jetzt der Dreh, und der stärkt meine Position, statt sie zu schwächen: Ich muss das gar nicht beweisen. Der Strohmann wirkt gleich, ob geplant oder von skrupellosen Betrügern erfunden, die damit kleine Umsätze ergaunern. Unser Schutz davor ist beide Male dieselbe — Strenge, Quellenbasis, Risiko-Einstufung, Ehrlichkeit.

Und genau daraus ist das entstanden, worum es im letzten Teil geht.

Die Wende: du wirst der Steuermann deiner eigenen Gesundheit

Bis hierher ist das eine Diagnose. Jetzt die Lösung, und sie ist keine Theorie mehr, sondern existiert bereits.

Das Kommando über deine Gesundheit beginnt bei den Entscheidungen, die dir niemand abnimmt: welchen Arzt, welche Methode, welche Reihenfolge, was du annimmst, was du ablehnst, ob du dich operieren lässt. Allein du entscheidest über deinen Körper.

Und dieses Kommando reicht weiter als bis zur Wahl der Behandlung. Die schwerste Arbeit leistet nicht das Medikament, sondern das Beseitigen der Ursache — und über die meisten Ursachen entscheidest du, nicht der Arzt:

  • ob dein Trinkwasser sauber ist,

  • welche Luft du atmest,

  • wie viel Verkehrslärm und Industrieabgas auf dich einwirken, während du schläfst,

  • was in deinem Essen steckt, das auf keiner Zutatenliste auftaucht,

  • und wie viel Funksmog dich Nacht für Nacht durchdringt.

Ich habe Jahre damit verbracht, die Strahlenbelastung von Mobilfunkanlagen an Wohnhäusern zu prüfen. Der Funksmog, in dem heute fast jeder schläft, ist genau so eine Ursache, die kein Hausarzt je abfragt oder gar zu attestieren wagt. Der Schulmediziner stellt die Ursachenfrage meist gar nicht mehr. Du musst sie stellen — und vor allem abstellen.

Dazu braucht es Sachkunde, und die war für einen Laien bisher fast unerreichbar. Ende der neunziger Jahre baute ich eine Datenbank, ich nannte sie Nutritia, die Nährstoffe, Symptome und Quellen so verknüpfte, dass jeder Hinweis auf sein Buch zurückführte. Sie war nützlich, aber sie blieb ein Werkzeug für wenige, für Ärzte und Heilpraktiker.

Heute ist die Lage eine andere: Aus 36 Jahren Erfahrung ist eine Naturheilkunde-KI geworden. Ich habe sie naturheilung.org genannt, und sie tut genau das, was eine gewöhnliche KI nicht tut:

  • Sie halluziniert nicht. Sie antwortet nur aus einem geprüften Wissensschatz — Orthomolekular-Medizin (gezielte Nährstoff- und Vitamintherapie), Phytotherapie (Heilpflanzenkunde), klassische Homöopathie, Volksheilkunde, Ernährung — und sagt es ehrlich, wenn sie zu einer Frage nichts Belegtes hat. Wo sie doch aus ihrem allgemeinen Trainingswissen antwortet, kennzeichnet sie das. Die Standard-KI dagegen wertet ab, was auch Wikipedia abwertet, und erfindet bei Datenmangel dazu.

  • Deine Daten bleiben bei dir. Deine Frage anonymisiert geht zum Server, niemand außerhalb kann daraus ein Profil von Dir erstellen. Das ist der Souveränitäts-Punkt, der zum Rest dieses Textes passt.

  • Sie sagt dir nicht „nimm das”. Sie sagt dir, was in der Literatur steht, mit Quelle — und ob es bewährte Erfahrung ist oder belegte Studienlage. Entscheiden tust du.

Und weil ich es im vorigen Abschnitt versprochen habe: Ich rede über die Naturheilkunde bewusst nicht als „wissenschaftlich umstritten”. Diese Formel ist selbst ein Werkzeug. Erfahrungsmedizin ist Evidenz — nur eine andere Art als die patentfinanzierte Studie. Die KI trennt genau das sauber: was Jahrhunderte an Erfahrung tragen, und was eine Studie beweist. Beides gekennzeichnet, keins verschwiegen.

Sie ersetzt keinen Arzt und stellt keine Diagnose. Sie macht dich zu dem vorbereiteten, mündigen Patienten, dem ein guter Arzt endlich auf Augenhöhe begegnen kann. Und sie ist kein Wunderheiler-Portal — keine Bleiche, keine Blausäure aus Aprikosenkernen —, sondern genau die strenge, ehrliche Antwort auf den Müll im eigenen Lager.

Ein Beispiel, damit du es vor dir siehst. Du fragst: „Was hilft erfahrungsheilkundlich bei einer beginnenden Erkältung — und was davon verträgt sich mit meinem Blutdruckmittel?” Die KI nennt dir dann etwa Holunderblüten- und Lindenblütentee, Vitamin C, eine Zwiebel-Honig-Zubereitung — zu jedem Punkt die Quelle, den Vermerk, ob es bewährte Erfahrung oder Studienlage ist, und einen Warnhinweis dort, wo eine Heilpflanze deinem Medikament in die Quere kommen könnte. Was sie nicht tut: dir ein Wundermittel andrehen oder etwas erfinden, wenn die Quellen schweigen.

So kommst du rein: Geh auf start.naturheilung.org — die erste Frage ist kostenlos. Wenn dich die Antwort überzeugt, kannst du danach unbegrenzt fragen, zur Zeit noch für 120 Franken im Jahr.

Du musst dich nicht gleich fürs ganze Jahr entscheiden. Es gibt die KI ab sofort auch im Monatsabo für 25 Franken — und als Stammleser findest du hinter der Bezahlschranke einen Code, mit dem du davon bis zu drei Monate geschenkt bekommst, im Wert von 75 Franken. Aber nur kurz: Der Code läuft am 20. Juli ab. Wer jetzt einsteigt, solange die KI noch jung ist, ist Gründungsmitglied.

Was ich baue, und wen ich dafür suche

Aus all dem wird mehr als ein Nachschlagewerk. Ich baue eine Gemeinschaft von Menschen, die für ihre Gesundheit selbst die Verantwortung übernehmen wollen — kein Behandlungsdienst, sondern eine Bildungs- und Austauschgemeinschaft: ein Forum, in dem die Teilnehmer voneinander lernen, eine Anleitung, wie man mit der KI wirklich arbeitet, von einfach bis professionell, und eine quellenbelegte Wissensbasis, die du auf deiner eigenen Maschine bedienst.

Wenn dich das anspricht: Melde dich. Ich suche Gründungsmitglieder, die diesen Weg von Anfang an mitgehen und mitformen.

Und getrennt davon suche ich Mitstreiter. Wenn du Ärztin oder Arzt bist, Heilpraktiker, Apothekerin, Phytotherapeut, in der funktionellen Medizin (der ursachenorientierten Richtung) zu Hause — und wenn du den Patienten über Profit und Status stellst, wenn du deinen Eid hältst, auch wenn es dich etwas kostete: Dann melde dich nicht als Kunde, sondern als Mitstreiter. Die Richtigen erkennen sich selbst in diesen Zeilen wieder. Die Falschen haben wohl gar nicht bis hierher gelesen.

Niemand wird kommen und das für dich tun. Der Krieg um deine Gesundheit wird ohnehin geführt. Die einzige offene Frage ist, ob er ohne dich entschieden wird — oder mit dir am Steuer.

Andreas M. B. Groß


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Was du als Stammleser bekommst

Hinter der Bezahlschranke wartet mehr als nur der Schluss dieses Artikels:

  • „Die kleine 5G-Fibel” — geschenkt. Das Buch zum Funksmog, den ich oben als eine der Ursachen genannt habe, die kein Hausarzt abfragt: was die Mobilfunkstrahlung wirklich anrichtet, wie du deine eigene Belastung senkst, was an den offiziellen Grenzwerten faul ist. Kompakt und für den Laien geschrieben — als Käufer zahlst du dafür, als Stammleser bekommst du es gratis.

  • „Qanon — Teile und Herrsche” — geschenkt, noch bis zum 23. Juli. Wer jetzt Stammleser wird, nimmt diesen Monat gleich zwei Bücher mit.

  • Drei Monate Naturheilkunde-KI gratis — der Gründungsmitglied-Zugang, im Wert von 75 Franken.

  • Deine sieben Beispiel-Fragen an die KI, damit du sofort produktiv loslegst.

Das alles findest du unten, sobald du Stammleser bist — und du trägst damit eine Arbeit mit, die genau das tut, worum es in diesem Text geht: dir das Kommando über deine Gesundheit zurückgeben.


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