Zeitreisender im Weissen Haus?
Was ein Anwalt schon vor 130 Jahren über Präsident Trump wusste: Drei Bücher aus dem 19. Jahrhundert — und ihre überzeugenden Parallelen zur Gegenwart
Investigativ · Zeitgeschichte · Prophezeiung
Im März 2026 erschien in der New York Post ein Artikel mit der Frage: «Is President Trump a Time Traveler?» Der Anlass: Drei weitgehend vergessene Bücher eines amerikanischen Anwalts und Schriftstellers namens Ingersoll Lockwood — erschienen zwischen 1889 und 1899 — und ihre unheimlichen Übereinstimmungen mit der Gegenwart.
Dass ausgerechnet ein Mainstream-Medium wie die New York Post dieses Thema aufgreift, ist bemerkenswert. Noch vor wenigen Jahren wäre ein solcher Artikel undenkbar gewesen. Die Bücher selbst lagen jahrzehntelang vergessen in Bibliotheksarchiven — bis Internetnutzer sie 2017 wiederentdeckten und die Ähnlichkeiten zwischen Fiktion und Wirklichkeit das Netz in Aufruhr versetzten.
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I. Barron Trump — folge dem weissen Kaninchen
Die ersten beiden Bücher, Travels and Adventures of Little Baron Trump (1889) und Baron Trump’s Marvellous Underground Journey (1893), sind auf den ersten Blick Abenteuerbücher im Stil von Lewis Carrolls Alice im Wunderland. Auch hier: ein junger Held, der in fremde Welten abtaucht, absurden Kreaturen und unbekannten Zivilisationen begegnet, zwischen Ebenen springt. «Folge dem weißen Kaninchen» — was heute als zentrales Meme der MAGA-Community bekannt ist, beschreibt exakt das narrative Prinzip dieser Bücher.
Der Held heißt Wilhelm Heinrich Sebastian Von Trump — ein deutscher Junge, der sich «Kleiner Baron Trump» nennt. Das ist kein Zufall, sondern Lockwoods bewusste Verortung: Auch die Familie Trump hat deutsche Wurzeln, und der Schriftsteller kannte diesen Hintergrund. Baron Trump wird von seinem treuen Hund Bulger begleitet und bricht — bezeichnenderweise von Russland aus — zu Abenteuern in unterirdische Welten auf, wo er fremde Wesen und ausserirdische Zivilisationen kennenlernt.
Ein Mentor namens «Don» taucht als Bezugsperson auf, sein Onkel, der zuhause bleibt. Die Parallele zu «Don» als Kurzform von Donald ist trotzdem schwerlich zu ignorieren.
«Folge dem weissen Kaninchen» — 1889 in einem Kinderbuch beschrieben. Heute das zentrale Meme jener, die in Kaninchenbauten nach verborgenen Wahrheiten graben.
2017 wurden die Bücher von Nutzern eines Internetforums wiederentdeckt. Die Medien griffen das Thema auf. Newsweek bemerkte, dass Baron Trumps Abenteuer in Russland beginnen — und sah darin prompt den «ultimativen Beweis» für eine Russia-Connection. Wer Ironie schätzt, wird das genießen.
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II. Der letzte Präsident — und der Krieg ums Geld
Das dritte Buch ist eine völlig andere Kategorie. The Last President (1896, endgültige Fassung 1899/1900) ist keine Fantasy, sondern politische Fiktion — und trifft ins Mark eines realen historischen Konflikts, der Amerika damals in zwei Lager spaltete.
1896 tobte in den USA der sogenannte «Free Silver»-Wahlkampf — einer der schärfsten Verteilungskämpfe der amerikanischen Geschichte. Auf der einen Seite: die Goldstandard-Fraktion, vertreten durch die etablierten Finanzinteressen der Ostküste und die großen Bankhäuser. Auf der anderen Seite: William Jennings Bryan und die Silberbewegung, die eine durch Silber gedeckte Währung forderten — zugänglicher für Farmer, Arbeiter, den «kleinen Mann» im Westen und Süden des Landes. Bryans berühmte Rede endet mit dem unvergesslichen Satz: «You shall not crucify mankind upon a cross of gold.»
In diesem Umfeld schreibt Lockwood seinen Roman. Ein Außenseiterkandidat gewinnt die Präsidentschaft mit dem Versprechen, die «ungerechten Lasten» des bestehenden Finanzsystems rückgängig zu machen — ein Mann, der das Establishment erschreckt und das Volk begeistert. Sein Aufstieg gilt den einen als Erlösung, den anderen als Untergang.
«Die Menschen im ganzen Land standen kurz vor einer großen Revolution» — so beginnt die schicksalhafte Nacht in New York. Ingersoll Lockwood, The Last President, 1896
Die Parallelen — Fiktion 1896 / Realität 2016–2025
Schauplatz der Unruhen: Fifth Avenue, New York — im Roman wie in der Realität nach beiden Trump-Wahlsiegen Zentrum der Gegen-Demonstrationen
Unmittelbar nach der Wahl: gewalttätige Ausschreitungen in den Straßen, Militär muss eingreifen
Der neue Präsident hat volle Unterstützung des Kongresses und setzt sein Programm durch
Im Kabinett des fiktiven Präsidenten: ein «Mr. Pence» — wie Mike Pence, Trumps Vizepräsident 2016–2020
Der Oberste Gerichtshof mit vielen älteren Mitgliedern — Neubesetzungen als politisches Instrument
Die Mehrheit der Unterstützer kommt aus dem Süden, der Norden ist beunruhigt — Red States vs. Blue States
Programm: Rückgängigmachung der «schlechten Deals» vorangegangener Regierungen
Der Tag der Amtseinführung: stark bewölkt
Der inhaltliche Kern des Romans — der Kampf zwischen realwertgedecktem Geld und einem von Finanzinteressen kontrollierten Fiat-System — ist 130 Jahre später so aktuell wie nie. Trump hat die Golddeckung des US-Dollars wiederholt ins Gespräch gebracht. Die BRICS-Staaten arbeiten aktiv an einer durch Realwerte gedeckten Alternativwährung, die den Papiergeld-Dollar ersetzen soll. Der Internationale Währungsfonds warnt. Was Lockwood 1896 als politischen Roman schrieb, ist 2026 Gegenstand ernsthafter geopolitischer Auseinandersetzung.
Das Thema, das Lockwood seinem fiktiven Präsidenten in den Mund legte — Schluss mit dem Goldkreuz, echtes Geld für echte Menschen — klingt im Zeitalter von BRICS, Goldrepatriierungen und dem Ende des Petrodollars mit neuer Schärfe nach.
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III. Tesla, John G. Trump — und was sein Neffe wissen könnte
Die Tesla-Verbindung
Nikola Tesla soll in seinen letzten Lebensjahren intensiv an der Manipulation von Zeit und Raum experimentiert haben. In seinem New Yorker Hotelzimmer hinterließ er umfangreiche Notizen zu Experimenten, die weit über konventionelle Physik hinausgingen.
Nach seinem Tod 1943 schickte das FBI einen Wissenschaftler, um die Unterlagen zu sichten und zu bewerten: John G. Trump, Professor am MIT — und Onkel von Donald Trump. Sein offizieller Bericht lautete: “nichts Relevantes gefunden, nichts von wissenschaftlichem Interesse.”
Was er wirklich fand, weiß niemand mit Sicherheit. Oder vielleicht doch: sein Neffe Donald J. Trump, der in seiner Biographie erwähnt, mit dem Onkel über Teslas Arbeiten gesprochen zu haben.
Die Verbindung schließt sich damit zu einem Dreieck: Ein Schriftsteller, der Ende des 19. Jahrhunderts die Zukunft beschreibt. Ein Physiker, der an Zeitreisen arbeitet. Und ein Neffe, der vielleicht die “wertlosen Unterlagen” Teslas erbt — und später US-Präsident wird.
Ob man daran glaubt oder nicht: Die Frage, die sich stellt, ist nicht «Ist Trump ein Zeitreisender?» — sondern schlicht: Wie kann das alles Zufall sein?
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IV. Die Bücher — jetzt auf Deutsch
Alle drei Werke Ingersoll Lockwoods waren in Deutschland und der Schweiz praktisch unbekannt. Die vorliegende Ausgabe präsentiert erstmals alle drei Bücher vollständig auf Deutsch — mit ausführlichen Fußnoten zu historischen Begriffen und geographischen Bezeichnungen sowie der vollständigen Bebilderung der Originalausgaben.
Die Bücher erschienen ursprünglich in den USA. Lockwood konnte damals nicht ahnen, dass seine Fiktion 130 Jahre später als Prophezeiung diskutiert werden würde. Auch nicht, dass sein Held «Baron Trump» einmal ein Internet-Phänomen werden würde. Und erst recht nicht, dass sein Roman über den «Silberpräsidenten» heute im Kontext von BRICS, Golddeckung und dem Ende des Fiat-Geldsystems neu gelesen werden würde.

Wer den Kaninchenbaum kennt, weiß: Es gibt keine Zufälle.
Alle 3 eBooks als Bundle
Vollständige deutsche Übersetzung mit Originalbebilderung und historischen Fußnoten.
Herausgegeben von Andreas M. B. Groß, www.AndreasMbGross.ch.
CHF 27.— · alle 3 Bücher · Sofort-Download
© College for Knowledge · Andreas M. B. Groß · Morgarten, Schweiz



Hallo Herr Groß, ich finde Ihre Artikel phänomenal. Würden Sie in Erwägung ziehen ihre Artikel auch auf YT als Videos einzusprechen? Ich weiß, man kann sie sich auch hier vorlesen lassen, aber das wäre nicht dasselbe. Viele Grüße!
Wundervoll. Vielen Dank. Ich habe die Bücher schon einige Jahre. Ganz
zufällig heißt Donald und Milania’s Sohn ja Baron!