Der letzte Präsident — der Roman, der Trump 120 Jahre voraussagte
Wie ein Schriftsteller 1896 schrieb, was 2017 in genau derselben Straße passierte — und warum dieses Buch der dritte Akt einer Geldreform-Schlacht ist, die heute zum vierten Mal geführt wird.

In meinem laufenden Substack-Strang über Trumps monetäre Reformpläne — der Core-Five-Serie — haben wir in Teil 2 — „Wer den Dollar wirklich druckt” eine historische Reihe gezogen:
Abraham Lincoln gab 1862 zinsfreie „Greenbacks” aus, wurde 1865 erschossen.
John F. Kennedy unterzeichnete am 4. Juni 1963 die Executive Order 11110, wurde am 22. November 1963 erschossen.
Trump bereitet 2026 die nächste Geldreform vor, doch die 3 Attentatsversuche scheiterten.
Was wir in dieser Reihe noch nicht erzählt haben: Zwischen Lincoln und Kennedy gibt es einen dritten Akt — die Free-Silver-Wahl 1896. Und es gibt einen Roman, der diesen dritten Akt literarisch verlängert und dabei, ganz nebenbei, die Trump-Ära 120 Jahre im Voraus mit einer Präzision beschreibt, die ratlos macht. Geschrieben von einem New Yorker Anwalt namens Ingersoll Lockwood, der von Abraham Lincoln persönlich zum jüngsten US-Konsul seiner Zeit ernannt worden war.
Ich habe diesen Roman vor ein paar Jahren ins Deutsche übersetzt, mit Hintergrunddaten und historischen Bildern ergänzt und im Selbstverlag herausgebracht. Zuerst in Amazons KDP, schließlich wurden alle meine Bücher dort blacklisted, ich wurde Deplattformed. Mein neuer Selbst-Verlag spezialisiert sich auf "unterdrückte Wahrheiten” und die brauchen die begeisterten Leser, um viral zu gehen: In der DDR half auch die Mundpropaganda das System zu kippen.
Anlässlich der laufenden Geldreform-Serie biete ich den Roman allen bezahlten Substack-Abonnenten kostenlos an. Aber bevor wir zum Angebot kommen, lohnt eine kurze Tour durch die Geschichte, die das Buch erzählt — und durch die Zufälligkeiten oder Synchronizitäten, die in der „Trump als Zeitreisender”-Folklore inzwischen ein eigenes Internet-Genre geschaffen haben.
Wer war Ingersoll Lockwood
Geboren am 2. August 1841 in Ossining, New York. Sohn eines New-Yorker-Miliz-Generals, der Direktor des berüchtigten Sing-Sing-Gefängnisses war. Anwaltsausbildung in der Familientradition, dann sofort der diplomatische Sprung: 1862 ernannte Präsident Abraham Lincoln den 21-jährigen Lockwood zum US-Konsul im Königreich Hannover — er war damit der jüngste Konsul des gesamten US-Diplomatenkorps. Vier Jahre lebte er in Deutschland, von 1862 bis 1866 — also genau in der Zeit, in der Hannover noch ein eigenständiges Königreich war (bis Preußen es 1866 annektierte). Hier lernte Lockwood die deutsche Sprache, die deutsche Adelskultur, die deutsche Mentalität aus erster Hand kennen. Dann zurück nach New York City, eigene Anwaltskanzlei mit seinem Bruder.
Diese Deutschland-Erfahrung wird im Folgenden noch wichtig: Lockwoods spätere Romanhelden Baron Trump und sein Sohn Little Baron Trump sind deutsche Adlige, leben auf einem Schloss in Deutschland, sprechen mit deutschem Akzent, tragen ein deutsches Familienmotto. Lockwood hat sich diese Welt nicht ausgedacht — er hat sie ein Jahrzehnt vorher selbst bewohnt. Und während er in den 1880er Jahren in New York seine Baron-Trump-Bücher schrieb, wanderte fast unbemerkt, im Jahr 1885, ein junger deutscher Friseur namens Friedrich Trump aus dem rheinpfälzischen Kallstadt in genau diese Stadt aus — der Großvater des Mannes, der 131 Jahre später Präsident werden würde, in genau der Straße, die Lockwood 1896 als Schauplatz für den Aufruhr seines fiktiven Außenseiter-Präsidenten wählte.
Ab den 1880er Jahren begann Lockwoods zweite Karriere als Schriftsteller. Er schrieb juristische Lehrbücher unter seinem Klarnamen, Kinderbücher („Baron Trumps wundervolle Reise in die Hohle Erde” 1893; „Reisen und Abenteuer des kleinen Baron Trump und seines wunderbaren Hundes Bulger” 1889) — und 1896 die politische Dystopie „1900: or, The Last President”. Lockwood starb 1918 in Saratoga Springs.
Die Lincoln-Spur ist wichtig: Lockwood war kein randständiger Pamphletist, sondern ein politisch und intellektuell mit Lincolns Welt verbundener Mann. Was er 1896 über den drohenden Geldkrieg schrieb, war ihm aus erster Hand vertraut. Und mit der Deutschland-Spur kam noch eine zweite Tiefe hinzu, die später für die Baron-Trump-Synchronizität so erstaunlich werden sollte.
Der Geldkrieg 1873 bis 1896 — was wirklich auf dem Spiel stand
Um den Roman zu verstehen, muss man die Geldreform-Schlacht seiner Zeit kennen. Sie ist heute weitgehend vergessen, war aber für ein Vierteljahrhundert das beherrschende innenpolitische Thema der USA.
1873: das „Crime of ’73”. Der Coinage Act, vom US-Kongress am 12. Februar 1873 verabschiedet, beendete den bisherigen Bimetallismus (Gold und Silber als Münzgeld) und stellte die USA faktisch auf einen reinen Goldstandard um. Der Silberdollar verschwand aus dem regulären Münzprogramm. Was als technische Bereinigung verkauft wurde, war ein massiver Eingriff zugunsten der Gläubiger und zulasten der Schuldner: Silber war zu jener Zeit reichlich verfügbar (Comstock Lode in Nevada), Gold knapp. Eine Geldmenge, die nur am Gold festgemacht ist, schrumpft relativ — die Schulden der Bauern und Industriearbeiter werden dadurch teurer, das Geld der Bankiers wertvoller. Die Westagrarier (die verschuldeten Bauern der mittleren und westlichen US-Bundesstaaten — Iowa, Nebraska, Kansas, Plains) und das Silber-Minenkapital nannten das Gesetz seither nur noch das „Verbrechen von 1873”/„Crime of ’73”.
1878: Bland-Allison-Act. Gegenoffensive der Silber-Lobby. Das Gesetz verpflichtete das US-Finanzministerium, monatlich zwischen 2 und 4 Millionen Dollar an Silber aufzukaufen und zu Morgan-Dollars zu prägen (900/1000 fein). Der von Lincoln-Anhängern und Bauern getragene Versuch, dem Goldstandard wieder Silber als zweite Säule beizugesellen. Präsident Rutherford B. Hayes legte Veto ein — der Kongress überstimmte ihn am 28. Februar 1878.
1890: Sherman Silver Purchase Act. Verschärfung — der Staat verpflichtete sich, monatlich 4,5 Millionen Unzen Silber zu kaufen. Silberpreise stiegen kurz, dann brach das System unter dem Gewicht der Spekulation zusammen.
1893: Panik. Aufkauf wurde eingestellt, Silberpreis brach ein, Hunderte Banken kollabierten, vier Jahre Depression folgten. Der Staat verlor in diesem Prozess über 450 Millionen Dollar — Silber teuer eingekauft, Münzen erst Jahre später zum Nennwert ausgegeben.
1896: William Jennings Bryan und die „Cross of Gold”-Rede. Der 36-jährige demokratische Senator aus Nebraska wird zum Präsidentschaftskandidaten — auf einem Programm, das die Wiedereinführung des Silberstandards verspricht (Verhältnis 16 zu 1 — eine Unze Gold = sechzehn Unzen Silber). In seiner berühmten Rede beim Parteikonvent in Chicago am 9. Juli 1896 ruft Bryan: „You shall not crucify mankind upon a cross of gold.” Die Wall-Street-Banken finanzieren die Gegenkampagne. Bryan verliert die Wahl im November 1896 gegen William McKinley.
Zur Einordnung von Bryans 16 : 1. Diese Zahl wirkt heute willkürlich, war es aber nicht. Die Gold-Silber-Quote ist die am längsten kontinuierlich gemessene Tausch-Beziehung der Wirtschaftsgeschichte überhaupt — sie reicht zurück bis 3200 v. Chr., als König Menes von Ägypten sie auf 2,5 : 1 festschrieb (Silber war damals knapper als Gold). Über die folgenden zwei Jahrtausende pendelte sie in einem bemerkenswert engen Band zwischen 8 und 15 : 1 — von der antiken Römischen Republik über das Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit nach der spanischen Conquista, die mit der Silberschwemme aus Potosí das Verhältnis langsam Richtung 14–15 : 1 drückte.

Mit dem Übergang zu staatlich verankertem Bimetallismus festigt sich dieses natürliche Verhältnis dann gesetzlich. Drei Gesetze setzen die Marke:
US Coinage Act 1792: 15 : 1
Frankreich 1803: 15,5 : 1 (später Latin Monetary Union)
US-Anpassung 1834: 16 : 1 — exakt Bryans späterer Wert
Bryans 16 : 1 war also keine Spinnerei, sondern die Rückkehr zur historisch normalen Quote. Erst der Coinage Act von 1873 brach mit dieser zweitausendjährigen Norm: Silber wurde in den USA demonetisiert, der Marktpreis verfiel, die Quote stieg auf 30 : 1 und immer höher. Was Bryan 1896 als Reform forderte, war die Wiederherstellung einer Norm, die zwei Jahrtausende lang gehalten hatte. Die folgende Grafik zeigt die Eskalation nach dem Bruch:

Genau in diesem Klima — zwischen Bryans Parteitag im Juli und der Wahl im November — schreibt Ingersoll Lockwood seinen Roman.
Was treibt diese Eskalation an — eher Manipulation oder Geologie?
Ehrlich gesagt: beides. Aber mit klarem Übergewicht der Manipulation in den letzten fünfzig Jahren. Drei strukturelle, physische Treiber gibt es:
Die Demonetisierung von Silber 1873 — der einmalige Strukturbruch. Vor 1873 war Silber Münzgeld in allen großen Wirtschaften; die natürliche Nachfrage entsprach der Förderung. Als Silber als Münze wegfiel, kollabierte die Hälfte der Nachfrage, während die westamerikanische Silber-Förderung gerade explodierte (Comstock Lode, Nevada). Resultat: Quote von 16 auf über 30 binnen weniger Jahrzehnte.
Industrielle Nutzung im 20. Jahrhundert. Gold blieb vorwiegend monetär und Schmuck-Metall mit relativ unelastischer Nachfrage. Silber wurde zunehmend Industrierohstoff: Fotografie (das größte Silber-Anwendungsfeld bis zur Digitalisierung), dann Elektronik, Lötmaterial, Medizin (antibakterielle Beschichtung), heute Solar-Module (etwa zwanzig Prozent des Jahresverbrauchs gehen heute in die Photovoltaik). Industrielle Nachfrage schwankt mit dem Konjunkturzyklus, Silber wird in Rezessionen mit verkauft um flüssig zu werden. Die Volatilität ist eingebaut.
Geologische Realität heute. Die physische Knappheit spräche eher für Silber: laut US Geological Survey reichen die bekannten Silberreserven bei aktuellem Förderniveau noch etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre, Gold etwa siebzehn bis achtzehn Jahre. Pro Dollar Marktpreis ist Silber heute seltener in der Erdkruste als Gold. Trotzdem steht die Quote noch bei achtzig bis neunzig zu eins, nicht bei acht bis fünfzehn zu eins, wie geologisch plausibel wäre.
Dass die Quote so weit von der geologischen Plausibilität abweicht, hat dokumentierte Gründe im Global Banking — vier davon greifbar:
Bretton-Woods-Goldfixierung (1944–1971). Roosevelts 35-Dollar-pro-Unze-Festschreibung von 1934 fror Gold ein, während Silber weiter schwankte. Die 1939er Spitze bei 98 : 1 in der Grafik oben ist nicht Marktphänomen, sondern Folge der gesetzlichen Gold-Festschreibung — wäre Gold frei gewesen, wäre die Quote nicht so hoch geschossen.
Hunt-Brüder-Manipulation (1979–1980). Die texanischen Öl-Brüder Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt versuchten, den Welt-Silbermarkt durch Aufkauf hoch zu treiben. Silber schoss von 6 auf 50 Dollar, die Quote fiel daher wieder kurzzeitig auf 17 : 1. Dann wurden die Vorschriften der COMEX (Chicago Mercantile Exchange) geändert — die berüchtigte „Silver Rule 7”, die nur noch Verkäufe erlaubte —, der Markt brach zusammen, die Hunt-Brüder ruinierten sich. Das war Manipulation gegen die Hunts, durchgeführt vom Handelsplatz selbst.
JPMorgan-Vergleich 2020. Das US-Justizministerium und die CFTC verhängten 920 Millionen Dollar Strafe gegen JPMorgan wegen jahrelangen „Spoofings” (gefälschten Aufträgen, die wieder zurückgezogen wurden, um den Preis kurzfristig zu manipulieren) in den Edelmetall-Märkten — vor allem Silber. Mehrere Händler wurden persönlich verurteilt, einer (Michael Nowak) zu Gefängnis. JPMorgan hielt zwischen 2015 und 2020 die größte physische Silber-Position der Welt und manipulierte gleichzeitig den Papier-Preis nach unten, was seinen eigenen Aufkauf billiger machte.
Das Papier-zu-Physik-Verhältnis. Die Preisbildung läuft heute fast vollständig über Termingeschäfte (Futures, ETFs). Pro physisch existierender Silber-Unze werden Schätzungen zufolge 100 bis 500 Papier-Unzen gehandelt. Wer den Papier-Preis bewegt, bewegt den ganzen Markt — auch ohne physisches Metall jemals zu besitzen. Das ist die gleiche Logik wie die Eurodollar-Geldschöpfung, die wir im zweiten Teil dieser Serie beschrieben haben: das Versprechen von Silber wird gehandelt, nicht das Silber selbst.
Saubere Antwort: Die wilden Ausschläge seit 1873 sind zu rund einem Drittel physisch oder technisch erklärbar (Industriezyklen, Krisen-Flucht in Gold, einzelne große Funde, Kosten des Bergbaus) und zu zwei Dritteln finanzielle Manipulation und institutionelle Architektur (Bretton-Woods-Festlegung, Demonetisierung, COMEX-Regeln, Papier-Markt-Dominanz, dokumentierte Bank-Spoofing-Praxis). Die natürliche, geologisch begründbare Quote läge heute eher bei fünfzehn bis dreißig zu eins. Was wir heute noch bei achtzig bis neunzig zu eins sehen, ist der manipulierte Preis, den die Finanz-Architektur dem Markt aufdrückt.
Was diese Geschichte heute für Anleger bedeutet
Für Leser, die ihre Ersparnisse vor der laufenden Währungs-Reorganisation schützen wollen, hat diese Geschichte zwei sehr praktische Konsequenzen:
Erstens: Silber hat im Verhältnis zu Gold hohes Aufholpotenzial. Wenn die Quote auch nur teilweise zur historischen Norm zurückkehrt — sagen wir auf 30 : 1 statt 85 : 1 —, müsste Silber relativ zu Gold etwa um den Faktor 2,8 steigen. Das ist nicht garantiert, aber die historische Lage spricht dafür, nicht dagegen. Wer Edelmetall als Reserve hält, sollte einen Silber-Anteil ernsthaft erwägen.
Zweitens: Silber ist für kleine Vermögen weit besser zugänglich als Gold. Eine Unze Gold kostet heute rund 4000 Franken, eine Unze Silber rund 45 Franken — wer mit einem 100-Franken-Schein beginnen will, kommt bei Silber auf etwa zwei Unzen reales Metall, bei Gold auf ein Vierzigstel. Silber lässt sich also auch von Haushalten mit geringen Rücklagen schrittweise und unauffällig aufbauen.
Konkrete Empfehlung für Schweizer Anleger: alte Schweizer Silbermünzen bis Mitte der 1960er Jahre — die 5-Franken-, 2-Franken-, 1-Franken- und Halb-Franken-Stücke, geprägt mit 83,5 Prozent Silbergehalt (5 Franken bis 1967, kleinere Werte bis 1968; danach Kupfer-Nickel). Investiere nicht in Sammlermünzen mit Sammleraufschlag (Numismatik), sondern reine Anlage-Münzen in gewöhnlicher Umlaufqualität. Diese alten Schweizer Silbermünzen haben zwei einzigartige Vorteile gegenüber Silberbarren: Sie sind als gesetzliches Schweizer Zahlungsmittel mehrwertsteuerbefreit (Silberbarren werden in der Schweiz mit 8,1 Prozent MWST belegt, Schweizer Silber-Umlaufmünzen mit Nennwert nicht), und sie sind im Wiederverkauf jederzeit problemlos bei jedem Schweizer Edelmetall- oder Münzhändler abzustoßen. Und in der Krise kann man beim Bauern mit den bekannten Münzen direkt Lebensmittel erwerben. Mit Goldmünzen müsste man gleich Zentnerweise einkaufen.
Wer in Deutschland oder Österreich anlegt, prüft die jeweilige Differenzbesteuerungs-Regel — die Steuersituation ist anders, aber die Grundlogik (kleines Vermögen, hohes Aufholpotenzial, physisch greifbar) gilt überall.
Genau in diesem Klima — zwischen Bryans Parteitag im Juli und der Wahl im November — schreibt Ingersoll Lockwood seinen Roman.
Was Lockwood 1896 imaginierte
In „1900: or, The Last President” lässt Lockwood einen anderen Wahlausgang spielen. Sein Kandidat — ein agrarisch-populistischer Außenseiter mit dem Silber-Programm — gewinnt. Was dann folgt, ist eine politisch-soziale Eskalation, die Lockwood mit erstaunlicher Genauigkeit zeichnet.
Hier die Konkordanz zwischen Roman (1896) und Trump-Ära (2016–2026), wie sie mein Buch und unzählige Internet-Aufsätze inzwischen dokumentiert haben:
Schauplatz New York — Roman wie Realität.
Demonstrationen unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlsiegs — im Roman in der 5th Avenue, gestoppt von Streitkräften. Beim Trump-Sieg 2016: Frauenmarsch und „Not My President”-Demonstrationen, am 11.–12. November 2016 organisiert auf der 5th Avenue Ostseite, gestoppt von Polizeibarrikaden, die das Erreichen von Trump International / Trump Tower verhindern. Lockwood beschreibt 1896 eine Adresse, die heute das Trump-Tower-Foyer ist.
Volle Kongress-Mehrheit für den neuen Präsidenten — Roman: „zwischen ihm und der Verwirklichung dieser Pläne gibt es nichts.” Trump seit 2017: Republikanische Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat, plus konservative Mehrheit im Obersten Gerichtshof.
Mehrheit der Stimmen aus dem Süden, Norden beunruhigt — Roman: Süd vs. Nord. Trump-Wahl: Red States vs. Blue States.
Oberster Gerichtshof mit vielen alten Mitgliedern, neu besetzbar — Roman: explizit. Trump 2017–2021: drei Neubesetzungen (Gorsuch, Kavanaugh, Barrett).
Stark bewölkter Inaugurationstag — Roman: explizit. Trump-Inauguration 20. Januar 2017: dichte Wolken, kurzes Regen-Intermezzo zu Beginn der Rede.
Ein „Mr. Pence” im Kabinett — Roman: namentlich. Trump-Vizepräsident 2017–2021: Mike Pence.
„Schlechte Deals des Landes rückgängig machen” — Roman-Wortlaut. Trump-Wahlkampf-Slogan 2016: nahezu identisch.
Senat „nimmt einen Geist der extremen Bitterkeit an” — Roman. US-Senat post-2016: dauerhafte Eskalation der Filibuster- und Anhörungs-Praxis, zwei Amtsenthebungsverfahren gegen Trump in einer Amtszeit (historisches Novum).
Das ist die eine Liste. Hinzu kommt eine zweite, die aus Lockwoods anderen Romanen stammt — den Baron-Trump-Fantasy-Geschichten.
Die Baron-Trump-Serie — zusätzliche Synchronizität
Lockwood schrieb 1889 „Travels and Adventures of Little Baron Trump and his Wonderful Dog Bulger” — die Geschichte eines kleinen Adligen namens Baron Trump, der mit seinem Hund die Welt bereist und Abenteuer erlebt. 1893 dann „Baron Trump’s Marvellous Underground Journey” — Baron Trump reist nach Russland, wo ein „mächtiger Don” ihn auf eine Reise in die Hohle Erde vorbereitet. Bevor er aufbricht, erinnert sein Vater ihn an das Familienmotto: „Der Weg zum Ruhm ist voller Fallen und Gefahren.”
Donald Trumps jüngster Sohn, geboren am 20. März 2006, heißt Barron (mit Doppel-R). Donald Trumps zentrale politische Affäre 2017–2019: „Russiagate” — der Vorwurf einer Verschwörung zwischen Trump-Wahlkampf und russischen Akteuren, später vom Mueller-Bericht weitgehend entkräftet, aber jahrelang prägend.
Sechs Synchronizitäten Baron-Trump-Romane vs. heute, je im Format Lockwood-Roman (1889 / 1893) — Trump-Ära (heute):
Baron Trump als Held, kleiner Adliger — Barron Trump, jüngster Sohn von Donald Trump
Baron Trump als deutscher Adliger, lebt auf „Schloss Trump” in Deutschland — Donald Trumps Familie stammt aus dem deutschen Kallstadt in der Pfalz; sein Großvater Friedrich Trump wanderte 1885 von dort in die USA aus. (Und: der Romanautor Lockwood selbst war 1862–1866 als US-Konsul im damaligen Königreich Hannover ansässig — er kannte Deutschland aus erster Hand.)
Baron Trumps Familienmotto: „Der Weg zum Ruhm ist voller Fallen und Gefahren” — Donald Trumps politischer Werdegang nach 2015
Baron Trump reist nach Russland, ein „Don” als Mentor — „Russiagate”-Affäre 2017–2019
Baron Trump steigt in die Hohle Erde hinab — diverse Spekulationen zu Trump-Insider-Wissen über unterirdische Anlagen
Baron Trump kehrt zurück mit verändertem Weltbild — Trumps politische Wandlung vom Demokraten zum Republikaner
Besonders die deutsche Spur verdient Beachtung: Lockwood verbrachte als junger Diplomat vier Jahre im Königreich Hannover, schrieb Jahrzehnte später Romane über einen deutschen Baron Trump auf einem deutschen Schloss — und drei Generationen nach Lockwoods Hannover-Zeit kehrt ein realer Trump-Spross, dessen Großvater aus der deutschen Pfalz in die USA ausgewandert war, als Präsident in genau die Stadt zurück, in der Lockwoods Romanheld seinen Aufruhr erlebt. Drei Mal Deutschland in einer einzigen literarisch-biografischen Linie.
Die Synchronizitäten häufen sich über drei verschiedene Bücher und decken Namen, Programm, Schauplatz, politische Konstellation, sogar das Wetter am Inaugurations-Tag ab. Im Internet hat sich daraus die „Trump als Zeitreisender”-These verfestigt — die Vorstellung, der heutige Präsident habe Zugriff auf eine Zeitreise-Technologie und nutze sie, um die Zeitlinie zu beeinflussen. Lockwood, in dieser Lesart, hätte unter Mitwirkung eines aus der Zukunft Reisenden geschrieben.
Q und der Spiegel — eine eigene Resonanz aus dem Jahr 2017

Die nüchterne Erklärung dieser Szene ist nicht okkult, sondern strategisch: Trump hat schon damals begonnen, die einflussreichen Machtpersonen der Welt für seine Vision zu gewinnen, indem er ihnen eine konkrete goldene Zukunft in Aussicht stellte — wirtschaftliche Aufwertung, technologische Modernisierung, Befreiung aus alten Konflikten und Sanktionsregimen. Mit dieser Methode hat er offensichtlich Kim Jong-un (Singapur-Gipfel 2018, Hanoi 2019, Panmunjom-Grenzübertritt 2019), möglicherweise auch Xi Jinping (Mar-a-Lago 2017, Osaka G20 2019), die Saudis (Riad-Pakt 2017, später die Abraham-Verträge 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Sudan und Marokko) und weitere Regierungschefs auf seine Seite gezogen. Die Glaskugel ist in dieser sachlichen Lesart kein Looking-Glass-Symbol, sondern das visuelle Versprechen eben dieser goldenen Zukunft — wer die Hand darauflegt, gehört zur neuen Allianz.
Lockwood ist nicht die einzige Quelle, die in diese Richtung weist. In der QAnon-Drop-Reihe von 2017 bis 2022 taucht das Looking-Glass-Motiv (das „durch den Spiegel”-Motiv) nicht nur dekorativ, sondern strukturell auf. Der anonyme Beobachter Q identifizierte sich selbst gleich zu Beginn als „Alice” — also als die, die durch den Spiegel ging:
Q = Alice. Ihr werdet bald verstehen, was hinter „Alice & Wonderland” steckt. Alles hat eine Bedeutung.
— Q, Drop #78, 05.11.2017 (aus dem Englischen übersetzt)
Wer Lewis Carrolls Romane von 1865 und 1871 kennt, hört in dieser Selbstbezeichnung die Anspielung auf „Through the Looking Glass” — das Reich hinter dem Spiegel, in dem die Zeit rückwärts läuft und Vergangenheit und Zukunft sich umkehren. Genau diese Symbolik trägt der populäre „Project Looking Glass”-Mythos: die Vorstellung einer geheimen Geheimdienst-Technologie, die in die Zukunft schauen lasse.
Q kam ein knappes Jahr später noch deutlicher auf das Spiegel-Motiv zurück, mit einem ungewöhnlichen Bibel-Zitat:
„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.”
— 1. Korinther 13,12, zitiert in Q, Drop #1886, 15.08.2018
Mehrfach forderte Q seine Leser ausdrücklich auf, „im Spiegel zu denken”, und verband das mit dem Versprechen militärischer Vorausschau:
Denkt an den SPIEGEL. Kennt euren Feind. „Jede Schlacht wird gewonnen, bevor sie geschlagen wird.” Wissen ist MACHT.
— Q, Drop #1953, 28.08.2018 (aus dem Englischen übersetzt)
Und einmal, im Sommer 2019, ließ Q die Zeitreisen-Frage offen stehen wie eine Tür, deren Klinke er nicht ganz drücken wollte:
Zeitreisen machen Spaß. Oder…
— Q, Drop #3555, 30.07.2019 (aus dem Englischen übersetzt)
Q’s Spiegel-Sprache fügt der Lockwood-Trump-Synchronizität eine zweite, von ihr unabhängige Belegspur hinzu. Beide Quellen — der Roman von 1896 und der anonyme Beobachter von 2017 — arbeiten mit derselben Symbolik. Ob das beweist, dass es eine Looking-Glass-Technologie gibt, oder ob es nur zeigt, dass dieselben Motive an verschiedenen Stellen der Geschichte auftauchen, wenn die Akteure ähnlich sind — das ist eine Frage, die jeder Leser für sich beantworten muss.
Wir behaupten das hier nicht. Wir registrieren die Häufung, machen die Liste sichtbar und überlassen die Schlussfolgerung dem Leser. Die nüchterne Alternativ-Erklärung: Lockwood war ein scharfer politischer Beobachter, dessen Roman die Konflikt-Konstellation einer Geldreform-Schlacht beschreibt — und diese Konstellation hat dieselbe Struktur, wenn sie sich wiederholt. Wer die Banken-Eliten herausfordert, bekommt das gleiche Ensemble: Wall-Street-Demos, bittere Senate, Diffamierungskampagnen, im Extremfall Attentate. Lockwood beschrieb keine Zukunft. Er beschrieb das immer wieder gleiche Drehbuch.
Wie man es deutet — der Stoff ist faszinierend genug, dass er es verdient, in deutscher Sprache zugänglich zu sein.
Brücke zur Core-Five-Serie
Was bedeutet das für die Reihe, die wir gerade auf diesem Substack schreiben? Im zweiten Teil hatten wir die Lincoln-Kennedy-Linie gezogen: Lincoln 1862 Greenbacks → 1865 Attentat; Kennedy 1963 EO 11110 → 1963 Attentat. Mit Lockwoods Roman gewinnen wir eine dritte Etage — vier Versuche der Geldreform, vier verschiedene Ausgänge:
1. Versuch — 1862 — Abraham Lincoln: Greenbacks (zinsfreies Staatsgeld direkt aus dem Finanzministerium). Ausgang: Attentat 1865.
2. Versuch — 1896 — William Jennings Bryan und Ingersoll Lockwood (in fiktionalisierter Form): Wiedereinführung des Silber-Bimetallismus (Verhältnis 16 zu 1). Ausgang: Bryan verliert die Wahl; Lockwoods Roman bleibt warnende Fiktion.
3. Versuch — 1963 — John F. Kennedy: Executive Order 11110 (Treasury-Silber-Zertifikate als zinsfreie staatliche Banknoten). Ausgang: Attentat 1963.
4. Versuch — 2026 — Donald Trump, Scott Bessent, Judy Shelton: Trust Bond mit Gold-Einlöseoption, plus Gold-Neubewertung der Fed-Reserven. Ausgang: offen — drei Attentatsversuche bereits gescheitert.
Der vierte Versuch läuft jetzt. Wer wissen will, mit welchen Hindernissen und welcher Eskalations-Logik er rechnen muss, liest am besten die Bücher der vorherigen drei. Lockwood hat den dritten Versuch in fiktionalisierter Form bereits durchgespielt — und sein Roman endet, wie der Titel verspricht, mit dem „letzten Präsidenten”. Was er damit meint, lesen Sie selbst.
Das Buch — und das Angebot
„Der letzte Präsident — von Ingersoll Lockwood, deutsche Übersetzung mit ergänzenden historischen Kapiteln, herausgegeben von Andreas M. B. Groß, IngAG-Verlag.” Print-Taschenbuch und eBook im IngAG-Shop, dazu eine vollständige Hörbuch-Fassung.
Was Sie bekommen, ist nicht eine reine Übersetzung, sondern eine deutsche Edition mit zwei rahmenden Eigenleistungen des Übersetzers. Erstens eine ausführliche Einleitung „Der Kampf der Rothschild-Banken gegen die amerikanische Unabhängigkeit” (rund achtzehn Seiten), die den historischen Bogen vom Britischen Empire über die Rothschild-Strategie zur Schaffung einer amerikanischen Privatnotenbank zieht, die Mord-Reihe an reformwilligen Präsidenten — Lincoln, Andrew Jackson, James Garfield, John F. Kennedy, plus Attentatsversuche auf Andrew Jackson, Ronald Reagan und Donald Trump, plus Muammar al-Gaddafi und sein gold-gedeckter Afrika-Dinar — explizit benennt und den Begriff „Bankster” (Wortverschmelzung aus Banker und Gangster) als Lese-Schlüssel etabliert. Zweitens ein knappes Nachwort „Wie ging’s weiter und was passiert heute?“, das vom Bryan-Wahlausgang über die FED-Gründung 1913 (Rothschild, Rockefeller, Morgan, Warburg) zum heutigen Trump-Geldreform-Versuch springt und ein direktes Trump-Zitat vom Oktober 2018 zur Fed-Abschaffung enthält. Dazu elf historische Abbildungen, die den Roman visuell verankern — vom Heinrich-Heine-Porträt 1829 über William Jennings Bryan 1902 bis zur Anti-Trump-Demonstration am Trump Tower vom 21. Januar 2017. Aus dem Roman wird so ein kleines Geschichtswerk über den Geldkrieg seiner Zeit, das gleichzeitig Vergnügen liest.
Die drei Bücher der „Baron-Trump-Serie”
Lockwood-Trilogie in deutscher Übersetzung, alle im Shop shop7.ch erhältlich:

„Der letzte Präsident” — die politische Dystopie von 1896 (Roman + historischer Kontext)
„Baron Trumps wundervolle Reise in die Hohle Erde” — Lockwoods Russland-Reise-Roman von 1893
„Reisen und Abenteuer des kleinen Baron Trump und seines wunderbaren Hundes Bulger” — Lockwoods Kinderroman von 1889
Bonus: „Der letzte Präsident” auch als Hörbuch-Fassung im Shop verfügbar (CHF 9,90)
Wie Sie zu den Büchern kostenlos kommen
Im Mai/Juni 2026 laufen zwei Welcome-Bonus-Codes parallel für bezahlte Substack-Abonnenten: einer für „Trump zerlegte die Neue Weltordnung” (gültig bis 30. Juni 2026), einer für „Der letzte Präsident” (gültig 30 Tage ab heute, also bis 25. Juni 2026). Wer in diesem Fenster ein Bezahl-Abo abschließt oder eines hat, kann beide Codes nutzen und bekommt zwei Bücher gratis.
Wenn Sie bereits bezahlter Abonnent sind: Beide Codes finden Sie unten in diesem Artikel hinter der Substack-Bezahlschranke.
Wenn Sie jetzt erst abonnieren: Sobald Sie das Bezahl-Abo abschließen, öffnet sich Ihnen der untere Teil dieses Artikels mit beiden Codes und den Einlöse-Anleitungen.
Wenn Sie das Buch lieber direkt kaufen wollen, ohne Substack-Abo: im Shop unter shop7.ch verfügbar (eBook und Print-Taschenbuch).
Wichtig zur Gültigkeit: Jeder Bonus-Code läuft 30 Tage ab Veröffentlichung des zugehörigen Artikels. Es gibt kein rückwirkendes Abholen ausgelaufener Codes. Ab jetzt erscheint alle vier Wochen ein neuer Bonus-Code für ein weiteres eBook aus dem IngAG-Verlagsprogramm. Wer früh abonniert hat, sammelt im Lauf des Jahres alle Bücher. Wer in den ersten Tagen nach einem neuen Artikel abonniert, kann den auslaufenden Vorgänger-Code parallel nutzen und damit zwei Bücher auf einmal mitnehmen. Wer später kommt, hat den jeweils aktuellen Code. Wer schnell ist, profitiert.
Diese Serie ist frei zugänglich
Dieser Beitrag und die übrigen Teile der Core-Five-Serie sind ohne Bezahl-Schranke lesbar — die Argumente sollen so weit wie möglich kursieren, gerade jetzt, wo sich die Weltordnung sichtbar verschiebt. Wer meine Arbeit finanziell unterstützen möchte, hat zwei Wege:
Buchkauf: Der letzte Präsident (Print oder eBook, mit historischem Hintergrund-Apparat) — shop7.ch.
Substack-Bezahl-Abo: CHF 50 pro Jahr, mit „Trump zerlegte die Neue Weltordnung” + „Der letzte Präsident” als Doppel-Welcome-Geschenk (Mai/Juni 2026), plus alle vier Wochen ein weiteres eBook aus meinem Verlagsprogramm. Bei Stripe-Karten-Ablehnung (kommt regelmäßig vor): einfach über PayPal.
Wer einfach nur teilen möchte, was hier steht — bitte tut das. Manche Geschichten wiederholen sich, weil die Akteure dieselben bleiben. Wer das Drehbuch kennt, kann mitlesen — auch heute, beim vierten Versuch.
Mit besten Grüßen, Andreas M. B. Groß College for Knowledge / Morgarten / Schweiz blog.andreasmbgross.ch — shop7.ch



