Dritter Teil der Blutdruck-Serie. Im ersten Teil ging es um den MaĂstab, im zweiten um die Beweise. Hier geht es um deinen Körper: welche vier Ursachen die Erfahrungsheilkunde der Reihe nach prĂŒft, bevor sie ĂŒberhaupt an ein Mittel denkt, und welche zwei frei verkĂ€uflichen Stoffe in kontrollierten Studien messbar Druck wegnehmen â in welcher Menge, ab welcher Schwelle und mit welchen Grenzen. Der vierte Teil befasst sich mit den falschen Warnungen vor Salzkonsum, der fĂŒnfte mit dem richtigen Messen.
Zwei Teile lang ging es darum, was mit der Zahl gemacht wird. Wie die Krankheitsgrenze in vierzig Jahren von 160/95 auf 130/80 wanderte, ohne dass sich der Mensch geĂ€ndert hĂ€tte. Und wie aus einem halben vermiedenen Ereignis je hundert Behandelte ein Werbesatz von fĂŒnfundzwanzig Prozent wird.
Kritik ist die leichtere HĂ€lfte. Dieser Teil ist die andere.
Denn wenn der hohe Wert nicht einfach eine Krankheit ist, dann muss er etwas anderes sein. Und das ist er: Der Körper stellt den Druck ein, den er braucht. Steigt er, dann hat das einen Grund â und dieser Grund ist die eigentliche Adresse. Wer nur den Blutdruck herunterdrĂŒckt, hat den Grund nicht verstanden, schadet vielleicht mehr als er nĂŒtzt.
Wenn du diesen dritten Teil gelesen hast, weiĂt du drei Dinge.
Erstens, welche vier Ursachen die Erfahrungsheilkunde der Reihe nach prĂŒft, bevor sie ĂŒberhaupt an ein Mittel denkt â und die fĂŒnfte Sache, die keine Ursache ist, sondern ein Messfehler.
Zweitens, welche zwei frei verkÀuflichen Stoffe in kontrollierten Studien messbar Druck wegnehmen: in welcher Menge, ab welcher Schwelle, bis zu welcher Obergrenze und mit welchen drei Grenzen.
Und drittens, was in deiner eigenen Wohnung rund um die Uhr auf deinen Kreislauf einwirkt, ohne dass dich ein Arzt davor warnt â und warum ich es bei mir abgestellt habe, ohne mir die Studienlage dazu schönzurechnen.
Und weil dieser Teil konkret wird, hier meine rechtliche Absicherung noch einmal und deutlicher als zuvor: Das ist keine Aufforderung, die Tabletten in den MĂŒll zu werfen. Ein Betablocker, den man abrupt weglĂ€sst, kann den Druck höher zurĂŒckschlagen lassen, als er vorher war â das ist keine Arztpropaganda, sondern Pharmakologie. Es ist auch keine Behauptung, ein Pulver ersetze eine Untersuchung. Wer bereits OrganschĂ€den hat â am Augenhintergrund, an den Nieren, ein vergröĂertes Herz â, hat ein echtes Problem und braucht mehr als meinen Artikel. FĂŒr alle anderen, und das sind die meisten Leser, gilt: Ich empfehle den Ansatz, die Ursache des hohen Drucks zu suchen und anzugehen, statt sie unter einer Dauermedikation stehen zu lassen. Beides schlieĂt sich ĂŒbrigens nicht aus â Ursachenarbeit kann laufen, wĂ€hrend die Tablette noch genommen wird.
Vier Ursachen, bevor man an ein Mittel denkt
Blutdruck ist Fluss mal Widerstand. Wenn der Druck steigt, hat das im Regelfall einen von zwei GrĂŒnden: Der Körper braucht mehr Fluss, oder der Widerstand ist gestiegen. In beiden FĂ€llen ist der hohe Wert die Lösung eines Problems â und nicht das Problem. Blutdrucksenker bekĂ€mpfen die intelligente Lösung des von Gott geschaffenen Körpers.
Die Niere ist dabei der eigentliche Regler. Sie filtert nur, wenn genug Druck an ihr anliegt. FĂ€llt ihre Durchblutung ab â durch verengte GefĂ€Ăe, durch verdicktes Blut â, dann fordert sie ĂŒber ihr Hormonsystem mehr Druck an. Und sie bekommt ihn. Wer diesen Druck von auĂen wegnimmt, ohne den Grund zu beheben, nimmt der Niere ihre Arbeitsgrundlage weg.
Deshalb prĂŒft die Erfahrungsheilkunde vier Dinge, bevor sie einen Wert senkt.
1. Wie steht es mit der Durchblutung von Nieren und Nebennieren? Verengte, verkalkte GefĂ€Ăe vor der Niere sind eine der klassischen Ursachen fĂŒr Bluthochdruck, die keine Tablette adressiert.
2. Bekommt der Körper genug Salz â nicht zu viel, sondern genug? Das klingt wie eine Provokation, weil vierzig Jahre Gesundheitskampagne das Gegenteil erzĂ€hlt haben. Aber die Niere braucht Natrium, um ordentlich auszuscheiden. Die gröĂte Untersuchung dazu, die PURE-Studie mit ĂŒber hunderttausend Menschen aus 17 LĂ€ndern, fand keine gerade Linie, sondern eine Wanne: Sowohl sehr hohe als auch sehr niedrige Natriumausscheidung waren mit mehr Herz-Kreislauf-SchĂ€den und mehr TodesfĂ€llen verbunden â und eine hohe Kaliumausscheidung mit weniger [Quelle: OâDonnell et al., New England Journal of Medicine 2014 â Urinary Sodium and Potassium Excretion, Mortality, and Cardiovascular Events]. Nicht das Salz an sich ist der Hebel, sondern das VerhĂ€ltnis von Natrium zu Kalium. Meine Frau und ich verwenden im Haushalt seit Jahren kein reines Kochsalz mehr, sondern eine Mischung aus Meersalz und Kaliumchlorid. Dieser eine Punkt ist so folgenreich, dass er den ganzen nĂ€chsten Teil bekommt â mit dem MischungsverhĂ€ltnis, den Zahlen dahinter und dem Nachweis, dass der ĂŒbliche Rat genau in die falsche Richtung zeigt. Ăbertriebene Kochsalz-Senkung macht krank.
3. Ist genug Cholesterin da? Die Nebennieren bauen ihre Hormone aus Cholesterin â Aldosteron und Cortisol, also genau die SteuergröĂen fĂŒr Salz, Wasser und Kreislauf. Cholesterin ist das Ausgangsmaterial jedes Steroidhormons im Körper, das ist Lehrbuchbiochemie und keine Meinung. Wer es medikamentös in den Keller fĂ€hrt und zugleich tierische Produkte meidet, nimmt der Kreislaufregelung ihren Baustoff. Cholesterin-Senkung macht krank.
4. Was steht unter Dauerstrom? Der Sympathikus â der Teil des Nervensystems, der auf Gefahr schaltet â erhöht den Druck binnen Sekunden. Alles, was ihn dauerhaft anhebt, hebt den Druck. Dazu gehört Schlafmangel, dazu gehört Angst, und dazu gehört, was uns in unseren Wohnungen seit zwanzig Jahren rund um die Uhr bestrahlt. Dazu unten mehr, denn das ist mein anderes Fachgebiet.
Und ein fĂŒnfter Punkt, der keine Ursache ist, sondern ein Messfehler, den ich aus meiner Sammlung nie herausgestrichen habe, weil er so verblĂŒffend praktisch ist: Eine volle Blase treibt den Blutdruck nach oben â bei Nierenproblemen erheblich. Wer vor dem Messen nicht auf der Toilette war, misst nicht seinen Blutdruck, sondern seine Blase. Die volle Blase ist nur der verblĂŒffendste aus einer ganzen Reihe von Störfaktoren â dazu gehört auch, dass beim Arzt regelmĂ€Ăig zu hoch gemessen wird, die sogenannte WeiĂkittelhypertonie. Die ganze Liste steht im fĂŒnften Teil.
Zweimal 220 â und zweimal war es etwas, das ich selbst eingenommen hatte
Das ist fĂŒr mich keine Theorie. Ich hatte in den letzten zwei Jahren selbst zwei Episoden mit Werten, bei denen kein Arzt mehr zum Rezeptblock greift, sondern einen umgehend in die Notaufnahme schickt â 220 mmHg systolisch. Das ist der obere der beiden Werte: Er entsteht beim Herzschlag, der untere (diastolisch) in der Pause dazwischen.
Und genau das wĂ€re auch richtig gewesen, wenn Beschwerden dazugekommen wĂ€ren. Es kamen keine: kein Kopfschmerz, keine Sehstörung, keine Luftnot, kein Druck auf der Brust. Ich hatte eine Messreihe ĂŒber Tage, ich kannte meinen sonstigen Wert, und ich wusste, was ich in den Wochen davor angefangen hatte. Das ist der Unterschied zwischen dem, was ich getan habe, und dem, was ich irgendjemandem empfehle: Ich erzĂ€hle hier meinen eigenen Fall, kein Verfahren zum Nachmachen.
Dezember 2024. Der Druck stieg und blieb oben. Statt ihn zu senken, habe ich durchgesehen, was ich in den Wochen davor angefangen hatte. Es war die Alpha-LiponsĂ€ure, ein NahrungsergĂ€nzungsmittel, das ich zur Entgiftung genommen hatte. Abgesetzt â der Blutdruck normalisierte sich am Folgetag, spĂ€ter wieder aufgenommen: der Blutdruck sprang nach oben. - Also nicht gerade mein Mittelchen.
August 2025. Dasselbe Bild. Diesmal war es meine SchilddrĂŒsen-Dosierung: Das TSH war unterdrĂŒckt â TSH ist der Steuerwert der SchilddrĂŒse, und ist er sehr niedrig, arbeitet die SchilddrĂŒse zu stark. Ich hatte mich also selbst leicht in eine Ăberfunktion hineindosiert. Sobald ich die SchilddrĂŒsenmenge reduzierte fiel der Druck wieder unter 180 und beruhigte sich weiter.
Ich erzĂ€hle das nicht als Heldengeschichte, und 180 ist kein Wert, bei dem man sich zurĂŒcklehnt. Ich erzĂ€hle es, weil beide Male dasselbe passiert wĂ€re, wenn ich die ĂŒbliche Reihenfolge eingehalten hĂ€tte: Der Wert wĂ€re medikamentös gedrĂŒckt worden, die Ursache wĂ€re drin geblieben â und ich hĂ€tte bis heute beides, die Ursache und die TablettenabhĂ€ngigkeit.
Zwei Fragen, die in dieser Reihenfolge fast nie gestellt werden: Was habe ich in den letzten Wochen angefangen, das ich vorher nicht hatte? Und: Was von dem, was ich nehme, könnte den Druck selbst erzeugen? NahrungsergĂ€nzungsmittel gehören ausdrĂŒcklich dazu. Sie sind nicht wirkungslos, nur weil sie frei verkĂ€uflich sind. Sie können nĂŒtzlich sein, oder ĂŒberwĂ€ltigen.
Der Stoff, der die GefĂ€Ăe weit macht
Blutdruck ist Fluss mal Widerstand â das stand weiter oben. Also lohnt die Frage, womit der Körper diesen Widerstand eigentlich einstellt.
Die Antwort ist ein Gas, das die Innenhaut der GefĂ€Ăe selbst herstellt: Stickstoffmonoxid, kurz NO. Es entspannt die Muskelschicht der GefĂ€Ăwand, die GefĂ€Ăe werden weiter, der Widerstand fĂ€llt. Und Arginin ist die AminosĂ€ure, aus der der Körper dieses NO baut.
Das ist keine Randnotiz der Wissenschaft. FĂŒr die Entdeckung, dass Stickstoffmonoxid der körpereigene Botenstoff der GefĂ€Ăweitung ist, wurde 1998 der Nobelpreis fĂŒr Medizin vergeben [Quelle: Nobelpreis fĂŒr Physiologie oder Medizin 1998 â Furchgott, Ignarro, Murad].
Und die Zahlen dazu sind gut belegt. Die bisher grĂŒndlichste Auswertung fasst 22 randomisierte, placebokontrollierte Studien zusammen und rechnet zusĂ€tzlich aus, welche Menge welche Wirkung hat. Ergebnis: Arginin senkte den oberen Wert um 6,4 mmHg und den unteren um 2,6 mmHg [Quelle: Shiraseb et al., Advances in Nutrition 2022 â Dosis-Wirkungs-Metaanalyse]. Eine Ă€ltere, unabhĂ€ngige Auswertung aus elf doppelblinden Studien kam elf Jahre zuvor auf 5,4 und 2,7 mmHg [Quelle: Dong et al., American Heart Journal 2011].
Zwei Auswertungen, elf Jahre auseinander, praktisch dasselbe Ergebnis. Das ist kein Wunder und keine Heilung. Aber es ist die GröĂenordnung, in der auch ein einzelnes Blutdruckmedikament in Studien wirkt â bei einem Stoff, den dein Körper selbst verwendet und den du im Ei, im Fleisch, in NĂŒssen und in Milchprodukten sowieso isst, nur eben oft nicht genug.
Beides â Arginin wie das Fischöl im nĂ€chsten Kapitel â sind einfache, frei verkĂ€ufliche NĂ€hrstoffe, keine Medikamente. Und damit hier kein Zweifel bleibt: Ich verkaufe weder das eine noch das andere. Ich handle mit keinen NahrungsergĂ€nzungsmitteln, und an keiner Empfehlung in diesem Artikel verdiene ich einen Rappen. Was hier steht, ist mein ehrliches Forschungsergebnis, nicht mein Sortiment.
Und jetzt die Menge. Genau daran scheitern die meisten Versuche mit NahrungsergĂ€nzung: Sie sind zu niedrig dosiert, um ĂŒberhaupt etwas bewirken zu können. Die Dosis-Wirkungs-Rechnung der Metaanalyse ist hier ungewöhnlich klar:
Unter vier Gramm am Tag passiert nichts Messbares. Vier Gramm ist die Schwelle, ab der die Senkung des oberen Wertes ĂŒberhaupt einsetzt.
Ăber neun Gramm am Tag passiert nichts ZusĂ€tzliches. Mehr zu nehmen brachte in den Studien keinen weiteren Gewinn.
Bemerkenswert ist, wer diese Untergrenze schon lange kannte. In Melvyn Werbachs Standardwerk der orthomolekularen Medizin steht Arginin mit einem pharmakologischen Bereich von 4 000 bis 30 000 Milligramm â dieselben vier Gramm als Einstieg, dreiĂig Jahre bevor eine Metaanalyse sie ausrechnen konnte. Die dreiĂig Gramm am oberen Ende sind dort keine Wirksamkeits-, sondern eine UnschĂ€dlichkeitsangabe: In einer der von ihm zitierten Untersuchungen nahmen 21 gesunde Menschen eine Woche lang tĂ€glich 30 Gramm, und die Leberwerte blieben unauffĂ€llig.
Praktisch heiĂt das:
Vier bis neun Gramm tĂ€glich, ĂŒber den Tag verteilt. Darunter wirkungslos, darĂŒber ohne belegten Zusatznutzen â und bis dreiĂig Gramm nach der vorliegenden Erfahrung unschĂ€dlich, falls jemand höher gehen will.
Arginin als Hydrochlorid-Pulver ist die gĂŒnstigste Form und löst sich in Wasser.
Ăber Wochen beurteilen, nicht ĂŒber Tage. Die Studien liefen wochen- bis monatelang. Eine Messreihe ĂŒber zwei Wochen ist das Mindeste, bevor du dir ein Urteil bildest â wie die aussieht, steht im fĂŒnften Teil.
Und die Grenzen, ehrlich benannt, weil ich niemandem einen Stoff empfehle, ohne zu sagen, wo er nicht hingehört:
Nicht nach einem frischen Herzinfarkt. Ich schreibe das ausdrĂŒcklich, weil genau diese Frage gestellt wurde: âWas hilft bei erhöhtem Blutdruck nach Herzinfarkt?â In der VINTAGE-MI-Studie erhielten Infarktpatienten sechs Monate lang 9 Gramm Arginin tĂ€glich zusĂ€tzlich zur Standardtherapie. Die GefĂ€Ăsteifigkeit verbesserte sich nicht, und in der Arginin-Gruppe starben mehr Patienten [Quelle: Schulman et al., JAMA 2006 â L-Arginine Therapy in Acute Myocardial Infarction (VINTAGE MI)]. Das ist ein Befund, den man berĂŒcksichtigen sollte.
Vorsicht bei Herpes-Neigung. Arginin ist der Baustoff, den Herpesviren zur Vermehrung brauchen; Lysin ist der Gegenspieler.
Vorsicht in Kombination mit gefĂ€Ăweitenden Medikamenten â Nitro-PrĂ€paraten oder Potenzmitteln vom Viagra-Typ. Zwei GefĂ€Ăweiter zusammen können den Druck zu weit nach unten ziehen.
Der zweite Stoff: Fischöl, in ernsthafter Menge
Beim Fischöl liegt dasselbe Problem wie beim Arginin, nur noch ausgeprĂ€gter: Die ĂŒblichen Empfehlungen auf den Packungen liegen weit unter dem, womit in den Studien gearbeitet wurde. Werbachs Standardwerk nennt fĂŒr Omega-3-FettsĂ€uren einen pharmakologischen Bereich von 3 000 bis 9 000 Milligramm tĂ€glich. HandelsĂŒbliche Kapseln enthalten oft 120 Milligramm EPA und 180 Milligramm DHA, zusammen also 300 â man landet damit bei zehn bis dreiĂig Kapseln am Tag. Beide Werte stehen auf der RĂŒckseite jeder Packung; nachrechnen lohnt sich, denn die Angabe â1000 mg Fischölâ auf der Vorderseite meint das Ăl, nicht die beiden wirksamen FettsĂ€uren darin.
Zur Einordnung, warum das nicht maĂlos ist: Eine Portion gerĂ€ucherte Makrele von 200 Gramm entspricht etwa fĂŒnfzehn bis zwanzig solchen Kapseln. Eine Makrele im Monat bringt nichts. Eine Portion tĂ€glich wĂ€re die Menge, um die es geht.
Auch hier gibt es eine groĂe Zusammenfassung: 70 randomisierte Studien. Ăber alle Teilnehmer hinweg war der Effekt klein â rund 1,5 mmHg systolisch. Bei denen aber, die einen erhöhten Blutdruck hatten und noch keine Medikamente nahmen, waren es 4,5 mmHg systolisch und 3,0 mmHg diastolisch [Quelle: Miller et al., American Journal of Hypertension 2014 â Meta-Analyse aus 70 randomisierten Studien]. Also genau in der Lage, in der die meisten Fragesteller sind, bevor sie zum Rezept greifen.
Man sagt umgangssprachlich, Omega-3 âverdĂŒnne das Blutâ. PrĂ€ziser: Es macht die BlutplĂ€ttchen weniger klebrig und verbessert die FlieĂeigenschaften. Das ist auch die Stelle, an der man aufpassen muss: Wer BlutverdĂŒnner nimmt â Marcumar, Eliquis, auch dauerhaft Aspirin â, addiert hier zwei Wirkungen. Das ist kein Grund, es nicht zu tun. Es ist ein Grund, es zu wissen und die Menge nicht heimlich zu verdoppeln.
Und die HeilkrÀuter?
Diese Frage kommt bei mir öfter als jede andere, meist verbunden mit einem konkreten Namen â die Mistel steht ganz oben, dicht gefolgt vom WeiĂdorn.
Sie verdient mehr Platz, als hier ist. Deshalb bekommt sie einen eigenen Teil weiter hinten in dieser Serie: sechzehn Pflanzen, jede mit ihrer Zahl und ihrer BeweisstĂ€rke. Darunter drei, die in kontrollierten Studien acht bis fĂŒnfzehn Millimeter QuecksilbersĂ€ule wegnehmen â also so viel wie ein verschriebenes Mittel. Eine, die den Druck ausgerechnet hebt und in fast jedem Haushalt steht. Und die Geschichte einer ayurvedischen Wurzel, aus der eines der ersten Blutdruckmedikamente der Welt wurde, bevor ein Rechenfehler sie vom Markt fegte.
Zuvor kommen aber die beiden Teile, ohne die jedes Mittel im Nebel bleibt: das Salz und das richtige Messen.
Was Funk mit deinem Blutdruck zu tun hat
Ich bin Diplomingenieur der Informationstechnologie, und seit Jahren beschÀftige ich mich beruflich mit Mobilfunkanlagen und ihren Grenzwerten. Deshalb dieser Absatz, der in kein Blutdruck-Buch passt.
1998 veröffentlichte eine Freiburger Arbeitsgruppe im Lancet eine kleine, einfach verblindete Untersuchung: Zehn gesunde Menschen, ein GSM-900-Mobiltelefon in Betrieb, Placebo-Kontrolle. Ergebnis: Der Ruheblutdruck stieg unter Bestrahlung um 5 bis 10 mmHg, vermutlich ĂŒber eine sympathische Engstellung der GefĂ€Ăe [Quelle: Braune et al., The Lancet 1998 â Resting blood pressure increase during exposure to a radio-frequency electromagnetic field].
Was bleibt, ist die GröĂenordnung, und die ist bemerkenswert: Es sind genau die fĂŒnf mmHg, um die Arginin in elf Studien den Druck gesenkt hat. Man kann sich also monatelang um fĂŒnf mmHg bemĂŒhen und sie nebenbei wieder einsammeln â wenn nicht durch den Funk, dann durch den Schlafmangel, den ein Sender neben dem Kopfkissen ebenfalls mitbringt. FĂŒr mich ist das Grund genug, den WLAN-Router nachts auszuschalten. Es kostet nichts, und ich muss keine Studie gewinnen, um es zu tun.
Mein eigenes Handy mag ich sehr, es ist ein handlicher Computer mit Kamera. Es lĂ€uft im Flugmodus, WLAN und Bluetooth aus, und hĂ€ngt ĂŒber einen USB-Ethernet-Adapter am Kabel. Nicht weil ich das GerĂ€t fĂŒrchte, sondern weil ich die Strahlung vermeide.
Wer das alles im Einzelfall durchgehen will
Nichts von dem, was hier steht, ist auf deinen Fall zugeschnitten. Deine Nierenwerte, deine Medikamente, deine Vorgeschichte entscheiden, welcher der vier Punkte bei dir oben steht. Genau fĂŒr diese Ăbersetzungsarbeit habe ich neben dem Schreiben eine KI gebaut.
Sie beantwortet Gesundheitsfragen aus Erfahrungsheilkunde â Orthomolekularmedizin, Phytotherapie, klassische Homöopathie, Volksheilkunde, Blutgruppen-ErnĂ€hrung. Sie erfindet nichts: Jede Aussage kommt aus hinterlegten Werken und trĂ€gt ihre Quelle. Und sie warnt dort, wo eine Heilpflanze einem Medikament in die Quere kommt â bei BlutverdĂŒnnern ist das keine Nebensache. Was sie nicht tut, und das ist keine Floskel: Sie stellt keine Diagnose, sie ordnet keine Behandlung an, und sie ersetzt keine Untersuchung. Sie macht Wissen zugĂ€nglich und ordnet es ein â entscheiden musst du.
Die 19 Blutdruck-Fragesteller, von denen diese beiden Artikel handeln, haben genau das getan: eine Frage gestellt, die sonst niemand beantwortet hat. Genau so eine Frage â was die KI von den heutigen Blutdruck-Richtlinien hĂ€lt â hat diese Serie ĂŒberhaupt erst ausgelöst. Die erste Frage ist kostenlos: start.naturheilung.org
Wer danach weiterfragen will, findet dort den Jahreszugang fĂŒr CHF 120 â fĂŒr die, die frĂŒh dabei sind, dieser Preis dauerhaft [Zugang: shop7.ch]. Es gibt auch einen Einzelmonat fĂŒr CHF 25, wenn du es erst ausprobieren willst. Kein Abo-Zwang, KĂŒndigung per formloser E-Mail.
Wie das ganze System zusammenhĂ€ngt â warum ein von Rockefeller finanzierter Report die Naturheilkunde 1910 aus den Kliniken verbannte und was das mit deiner Sprechstunde von heute zu tun hat â, habe ich hier aufgeschrieben: Wer hat dir die Gesundheit weggenommen â und wie du sie zurĂŒckholst.
Der Wert auf dem Display ist keine Diagnose
FĂŒnfzig Jahre lang wanderte die Grenze nach unten, und mit jeder Wanderung wuchs die Zahl der Behandelten. Der Mensch dahinter ist derselbe geblieben. Sein Kreislauf tut, was KreislĂ€ufe tun: Er stellt den Druck ein, den er braucht, um Nieren und Gehirn zu versorgen.
Sechzehn der neunzehn Fragen suchten ein Mittel. Zwei suchten die Ursache. Die Frage, die fehlt, lautet deshalb nicht âwie kriege ich den Wert runterâ. Sie lautet: Warum braucht mein Körper diesen Druck â und was nehme ich ihm ab, damit er ihn nicht mehr braucht?
Das ist mehr Arbeit als eine Tablette. Es ist auch das Einzige, was ohne Rezept auskommt.
Der nĂ€chste Teil nimmt sich die zweite dieser vier Ursachen allein vor â das Salz. Es ist der Punkt, an dem der meistgegebene Ratschlag der letzten vierzig Jahre nicht bloĂ wirkungslos ist, sondern in die falsche Richtung zeigt.
Das Buchgeschenk fĂŒr Stammleser: âInfrarot-Therapieâ
Das aktuelle Willkommensbuch dreht sich um eine einfach, kostengĂŒnstige und wirksame Therapiemethode, die genau deshalb von den professionellen Heilern oft ignoriert wird. âInfrarot-Therapieâ ist meine praktische EinfĂŒhrung in eine Selbsthilfe-Methode, die nichts kostet auĂer einer Lampe. Im Buch steht, warum Infrarot-A, -B und -C unterschiedlich tief ins Gewebe eindringen und was darĂŒber dokumentiert ist, was sie dort bewirken â an Durchblutung, an Verspannungen, an Zell-Regeneration. Du erfĂ€hrst, wie die drei BĂ€nder biologisch wirken und warum sie so verschieden sind, welche GerĂ€te taugen â von der Heizlampe bis zur Kabine â, welche Anwendung bei welchem Beschwerdebild hilft, mit konkreten Protokollen, wo die Grenzen der Methode liegen. Geschrieben aus der eigenen Anwendungs-Praxis, ohne Werbung fĂŒr ein bestimmtes GerĂ€t.
Damit hier kein MissverstĂ€ndnis entsteht: Das ist kein Blutdruckbuch, und Infrarot ist kein Blutdruckmittel. Es ist fĂŒr die chronischen Beschwerden gedacht, fĂŒr die die Schulmedizin Pillen, Spritzen und Operationen hat â Schmerzen, Verspannungen, Gelenkprobleme, Erschöpfung. Es passt hierher, weil es dieselbe Frage stellt wie dieser Artikel: Was kann der Körper selbst, wenn man ihm gibt, was er dafĂŒr braucht? WĂ€rme ist heilsam.
Stammleser bekommen dieses Buch unten gratis â mit einem Code, der den Preis im Shop auf null setzt. Wer noch kein Stammleser ist: Ein Monat Abo kostet 5 Euro und damit weniger als dieses Buch, und alle vier Wochen kommt ein neues dazu.
Und wenn du es einfach kaufen willst: ingag.de/ir-therapie â CHF 14.90 als PDF, sofortiger Download.
Die Naturheilkunde-KI
Neben dem Forschen und Schreiben ĂŒber unterdrĂŒckte Wahrheiten helfe ich eine KI zu betreiben, die Gesundheitsfragen auf der Basis der fĂŒhrenden Literatur der Natur- und Erfahrungsheilkunde beantwortet â mit Quellenangabe zu jeder Antwort, also eine KI ohne Halluzination und mit optimalen Datenschutz: Deine Personendaten geraten nicht in die Cloud. Die erste Frage ist kostenlos: start.naturheilung.org


