Wird Trump die Einkommensteuer abschaffen?
Teil 6 der Serie „Goldenes Zeitalter
Goldenes-Zeitalter-Serie · Teil 6 von 9 — das Ende der Einkommensteuer
Trump kündigte an, die Einkommensteuer abzuschaffen und durch Zölle zu ersetzen. Die Mainstream-Finanzpresse rechnet ihm vor, dass das nicht aufgeht — und sie hat “recht”, solange sie falsch rechnen. Nach diesem Text wissen Sie dreierlei:
warum die Zoll-Rechnung als Eins-zu-eins-Ersatz scheitern muss,
warum die Frage trotzdem falsch gestellt ist, und
warum die Einkommensteuer am Ende doch fällt — nicht weil ein Zoll sie ersetzt, sondern weil das System stirbt, das sie 1913 überhaupt erst nötig machte.
Die Rechnung, die nicht aufgeht
Fangen wir ehrlich an, mit den nackten Zahlen. Im Haushaltsjahr 2025 brachte die persönliche Einkommensteuer dem US-Bund 2,66 Billionen Dollar — gut die Hälfte aller Bundeseinnahmen [Quellen: CBPP — Where Does Federal Tax Revenue Come From, Tax Foundation]. Die Zölle brachten im selben Jahr 195 Milliarden Dollar — ein Rekord, mehr als das Zweieinhalbfache des Vorjahres, und trotzdem nur 3,7 Prozent der Einnahmen [Quelle: CRFB — Tariff Revenue Soars FY2025].
Die Einkommensteuer ist also rund dreizehnmal so groß wie die heutigen Zolleinnahmen. Selbst die optimistischste Schätzung für 2026 — etwa 400 Milliarden — deckt nur ein Siebtel der Einkommensteuer.
Um die Lücke allein über Zölle zu schließen, müssten die Sätze auf über hundert Prozent auf alle Importe steigen, mehr als das Vierfache des heutigen, ohnehin rekordbrechenden Niveaus [Quelle: PBS — the math doesn’t add up]. Und hier beißt sich die Schlange in den Schwanz: Je höher der Zoll, desto weniger wird importiert. Bei hundert Prozent bricht der Import ein, und mit ihm die Einnahme. Der Zoll besteuert eine Größe, die er selbst schrumpfen lässt.
Wer also verspricht, die Zölle ersetzten die Einkommensteuer eins zu eins, verkauft eine Schlagzeile. So weit haben die Faktenprüfer recht.
Warum das die falsche Frage ist
Nur prüfen sie die falsche Behauptung. Niemand ersetzt einen großen Topf durch einen kleinen. Die richtige Frage lautet nicht:
„Welcher einzelne Posten ersetzt die Einkommensteuer?“, sondern:
„Was hat die Einkommensteuer überhaupt nötig gemacht — und lässt sich das auflösen?”
Dafür müssen wir auf ein Jahr zurückschauen: 1913.
Das Doppel von 1913
In diesem einen Jahr entstanden zwei Dinge, und sie gehören zusammen wie Schloss und Schlüssel.
Das erste war die Federal Reserve — der private Geld-Apparat, den ich in „Wer den Dollar wirklich druckt” auseinandergenommen habe. Mit ihr wurde das Geld zum Schuldgeld: Es kommt als Kredit in die Welt und kostet von der ersten Sekunde an Zinsen.
Das zweite war die Einkommensteuer. Der 16. Verfassungszusatz wurde im Februar 1913 ratifiziert, der Revenue Act folgte im Oktober [Quellen: National Archives — 16th Amendment, Wikipedia — Revenue Act of 1913]. Drei Jahrzehnte später, 1943, kam der Quellensteuer-Einzug dazu: Die Steuer wird abgeschöpft, bevor der Lohn überhaupt das Konto erreicht.
Sehen Sie das Schloss und den Schlüssel? Das Schuldgeld erzeugt einen ewigen Zinsstrom. Dieser Strom braucht zur Deckung eine verlässliche Quelle, aus der er gespeist wird. Und diese Quelle ist der arbeitende Bürger, an der Lohnquelle angezapft. Die Einkommensteuer ist nicht irgendeine Steuer. Sie ist die Bürger-Seite der Schuldgeld-Maschine — der Teil, der die Zinsen der einen Hälfte bezahlt.
In Teil 2 dieser Serie haben wir diesen Drop schon von seiner Geld-Seite gelesen — die Liste der von der Rothschild-Achse kontrollierten Notenbanken, an deren Ende die Federal Reserve steht. Derselbe anonyme Insider, der 2017 die Wahrheit über das Geld in die Öffentlichkeit trug, nannte ebenfalls FED und IRS in einem Atemzug:
Die FED und der IRS.
FAKT: Die US-Notenbank Federal Reserve ist eine privateigene Gesellschaft, die auf ihrem eigenen Stück Boden sitzt — den Gesetzen der USA entzogen.
— Q, Drop #138, 12.11.2017 (aus dem Englischen übersetzt)
Geld-Drucker und Steuer-Eintreiber — in zwei Zeilen zusammengespannt.
Damit steht die Frage anders im Raum. Wer das Schuldgeld-System von 1913 demontiert, macht auch sein Eintreibungs-Instrument entbehrlich. Nicht weil ein Zoll es ersetzt, sondern weil die Maschine, für die es gebaut wurde, abgestellt wird.
Was Trump wirklich vorhat
Trump hat eine Behörde angekündigt, die er „External Revenue Service” ERS nennt — sie soll, anstelle des Finanzamts IRS, die Zölle einziehen. Sein Handelsminister formulierte das Ziel offen: den IRS abschaffen und „die Außenstehenden zahlen lassen” [Quelle: Axios].
Realistisch ist dabei nicht die totale Abschaffung über Nacht. Sondern Schrittweise: Im Gespräch ist vorerst der Wegfall der Bundes-Einkommensteuer für alle mit einem Einkommen unter rund 200 000 Dollar [Quelle: CNN Business]. Erste Bausteine sind schon Gesetz: keine Steuer mehr auf Trinkgelder, auf Überstunden, auf die Rente. Man kippt die Steuer nicht in einem Schlag, man höhlt sie von unten aus.
Und genau hier wird es für die meisten Menschen konkret.
Die Befreiung des Mittelstands
Stellen Sie sich vor, wer ein Einkommen unter 200 000 Dollar hat, zahlt darauf keine Bundes-Einkommensteuer mehr. Für einen Angestellten heißt das Brutto = Netto. Für jemanden, der mit einer Geschäftsidee spielt, heißt es etwas Größeres: Eine der höchsten Hürden vor der Selbstständigkeit fällt.
Denn was hält Menschen vom eigenen Geschäft ab? Oft nicht die Idee und nicht der Fleiß, sondern die Angst vor der folgenden Bürokratie — die Buchhaltung, die Steuererklärung, das Gefühl, einen Fehler zu machen und dafür bestraft zu werden. Wer unter der Schwelle keine Einkommensteuer schuldet, dem fällt ein großer Teil dieser Angst von den Schultern. Und wer es bis zu den 200 000 Gewinn geschafft hat, der kann sich längst einen Fachmann leisten, der den Rest erledigt.
Die Dimension wird meist übersehen, wo das gros der Wirtschaft tatsächlich stattfindet. Die kleinen und mittleren Unternehmen stellen 99,9 Prozent aller Betriebe, tragen in den USA rund 43 Prozent der Wirtschaftsleistung, beschäftigen fast die Hälfte aller Arbeitnehmer der Privatwirtschaft [Quelle: SBA Office of Advocacy]. Vor allem aber schaffen sie die Arbeitsplätze: Von März 2023 bis März 2024 entfielen rund neun von zehn netto neu geschaffenen Stellen auf diese kleinen und mittleren Betriebe [Quelle: SBA Office of Advocacy].
Jetzt halten Sie das gegen die politische Macht. Die liegt nicht beim Mittelstand. Sie liegt bei den globalen Großkonzernen, die ihre Lobbyisten in die Hauptstädte schicken und die Gesetze nach ihrem Maß formen. Eine kleine Schicht mit überragendem Einfluss steht einer breiten Schicht gegenüber, die das meiste leistet und am wenigsten berücksichtigt wird. Eine gezielte Steuerentlastung des Mittelstands kehrt diese Schieflage um: Sie entlastet genau den Teil der Wirtschaft, der die Jobs schafft, den Wohlstand ins Volk trägt, statt den Teil, der die Gesetze schreibt, Monopole fördert.
Ehrlich bleibt zu sagen: Die Lohnnebenkosten für die Sozialversicherung sind eine eigene Ebene und bleiben vorerst bestehen; ganz ohne Formular geht es nicht. Dieser Booster allein kann keine Wunder vollbringen. Aber er setzt an der richtigen Stelle an — beim kleinen Unternehmer, nicht beim globalen Konzern.
Der Blick zurück — und sein Vorbehalt
Dass ein Staat ohne Einkommensteuer auskommt, ist kein Hirngespinst. Vor 1913 finanzierte sich der US-Bund überwiegend aus Zöllen. Die Sätze auf zollpflichtige Waren lagen seit dem Bürgerkrieg zwischen 40 und 50 Prozent [Quelle: Wikipedia — History of tariffs in the United States]. Es ging, ein ganzes Jahrhundert lang.
Hier muss ich aber den Zaun ziehen, damit niemand zur falschen Idee abbiegt. Der Bund von damals war winzig — ein schlanker Apparat, wenige Prozent der Wirtschaftsleistung, ohne Sozialsystem und ohne Weltmilitär. Zölle finanzierten einen Nachtwächterstaat, nicht den heutigen Billionen-Koloss aus Renten, Gesundheitsprogrammen und globaler Truppenpräsenz. Wer sagt „früher ging es doch auch ohne Einkommensteuer”, vergleicht zwei völlig verschiedene Staaten.
Daraus folgt die entscheidende Bedingung: Die Rückkehr zu einer schlanken Finanzierung setzt voraus, dass der Apparat selbst schrumpft. Ohne das bleibt die ganze Rechnung Zauberei.
Die Antwort
Und genau deshalb steht die Einkommensteuer nicht allein zur Disposition, sondern als ein Stück in einer größeren Operation. Der Bürokratie-Abbau im Staat (Musks DOGE) verkleinert den Apparat, der angekündigte Rückzug der Truppen aus aller Welt wird Milliarden einsparen. Die Schulden-Streichung nimmt die Zinslast aus der Bilanz. Die Zölle bringen eine neue Außen-Einnahme. Und über allem wirkt der Produktivitäts-Multiplikator aus künstlicher Intelligenz und Robotik. Keiner dieser Hebel ersetzt die Einkommensteuer allein. Zusammen machen sie sie entbehrlich. Synergie-Effekt.
Wird Trump die Einkommensteuer also abschaffen? Allein durch Zölle: nein, das geht rechnerisch nicht. Schrittweise für die breite Masse, finanziert aus dem Zusammenspiel aller Hebel: ja, so das ist möglich — und Trump hat begonnen.
Die Einkommensteuer kam 1913 in die Welt, im selben Jahr wie der private Geld-Drucker, als dessen Bürger-Hälfte. Sie dort zu lösen, wo sie am härtesten greift — beim kleinen Unternehmer, beim Angestellten, beim Mittelstand —, heißt, die Kette dort zu sprengen, wo sie am tiefsten ins Fleisch schneidet.
Wie Trump die alte Ordnung Stück für Stück zerlegt — von der Federal Reserve bis zur Steuer-Architektur von 1913 — habe ich in meinem Buch „Trump zerlegte die Neue Weltordnung” ausgebreitet :
Die Goldenes-Zeitalter-Serie
Dieser Text ist Teil 6 einer laufenden Serie über das kommende Goldene Zeitalter — über die Hebel, mit denen die Regierung Trump die alte Ordnung Stück für Stück repariert und in etwas Neues überführt. Die bisher erschienenen Teile:
Teil 1 — Der Tisch ersetzt den Thron
Teil 2 — Wer den Dollar wirklich druckt
Teil 3 — Der Boden unter dem Tisch
Teil 4 — Wie 39 Billionen verschwinden
Teil 5 — Die neue Reformation (der Multiplikator Faktor M: Künstliche Intelligenz über alle Hebel hinweg)
Teil 6 — Wird Trump die Einkommensteuer abschaffen? (dieser Text)
Weitere Teile folgen:
Teil 7 — Das Ende der Geschäftsbanken,
Teil 8 — Die Freigabe der verschlossenen Patente — und
Teil 9 — Die Synthese, das Goldene Zeitalter.
Mit einem bezahltem Abo gibt es das Trump-Buch gratis:

